|
|
|
|
LVaktuell
Heft 2 / 311
Juli 2011
|

|
|
Inhaltsverzeichnis: Grußwort 1. Vorsitzender Protokoll zur Jahreshauptversammlung 2011 Jahresbericht des 1. Vorsitzenden Jahresbilanz des LV Bayern 2010 Region Mittelfranken - Norimbergia 2011 - eine Erfolgsgeschichte Region Oberfranken-Ost - 100 Jahre Briefmarkensammler-Verein Bayreuth Alpen-Adria 2011 Deutsche Philatelisten Jugend (DPhJ) Sulzbach-Rosenberg ist Deutscher Mannschaftsmeister Region Oberpfalz - Zum 80. Geburtstag von Karl Bauer Region Mittelfranken - Eine Ära geht zu Ende (Verabschiedung von Helmut Summer) Region Oberfranken-West - 50 Jahre Briefmarken- und Münzfreunde Oeslau u. U. Region Niederbayern - Briefmarken und Sonderstempel zu den Agnes-Bernauer-Festspielen in Straubing Region Niederbayern - Passau - ein Verein besucht Opatia (Alpen-Adria 2011) Literatur - Horst Zeisig: München und Bayern auf Briefmarken Region München - Termine der Eisenbahner Thematische Philatelie Bayern e. V. - Philatelistisches Wochenende in Pleystein/Oberpfälzer Wald Thematiksammler aufgepasst! (Regelmäßige Treffen) Rechtsschutzversicherung für Mitglieder des BDPh
|
|
DIE RANG-3-AUSSTELLUNGEN BAYERNS 2011
|
|

im Juni in Bayreuth
|
im Mai in Nürnberg

|
|
|
|
Grußwort 1. Vorsitzender
|
|
Liebe Mitglieder,
nun liegt das Sommerheft unseres Verbandes vor Ihnen - erfreulich im Umfang und informativer im Inhalt als seine Vorgänger. Das haben wir den Vereinen zu verdanken, die meinen steten Bitten Folge geleistet haben und nun doch durch ihre Beiträge zu einer positiven Entwicklung der LV aktuell beigetragen haben.
Herzlichen Dank!
Ebensolcher ergeht an unseren Thomas Bauer, der in gleicher Weise geworben und das vorliegende Heft wieder mit viel Liebe zusammengestellt hat.
|

|
|
Was jetzt noch zur Imageverbesserung fehlt sind die von mir bei unseren LVTagen mehrfach angesprochenen Fachbeiträge. Aber ich lasse mich gerne überraschen.
Erfreulicherweise kann ich an dieser Stelle nun den Termin für unseren kommenden Landesverbandstag bekannt geben: Es ist Sonntag, der 13. Mai 2012 um 10 Uhr in München im Ausbildungshotel St. Theresia, Hanebergstr. 8, 80637 München. Weiterhin wird vom 11.-13. Mai dort eine Rang 3-Ausstellung stattfinden. Anmeldungen bitte beim Ausstellungsleiter Thomas Heckel unter th.heckel@t-online.de.
Noch nicht abgeschlossen sind die Vorbereitungen für den „Orangen Ordner“. Immer noch stehen Meldungen von Vereinen aus. Bitte jetzt schnell noch einmal die Vereinsseite überprüfen und uns benachrichtigen, bitte auch dann, wenn sich nichts geändert hat. Auch eine Fehlanzeige hilft uns weiter beim Komplettieren. Auch wir möchten unsere „Fehlliste“ verkleinern!
Noch eine gute Neuigkeit: Unsere nächste Rang 3-Ausstellung „100 Jahre MGSV“ kann wie geplant im März bei der IBB in München in den Messehallen stattfinden. Hierzu Anmeldungen bitte bei Dieter Simon, Oberehesberg 13, 95355 Presseck, simon.oberehesberg@gmx.de.
Jetzt bleibt mir nur noch, Euch allen einen sonnigen Sommer resp. Urlaub zu wünschen!
Euer
LUDWIG GAMBERT
|
|
|
|
Protokoll zur Jahreshauptversammlung 2011
63. Landesverbandstag am 5. März 2011, 10 Uhr München, MOC
Versammlungsleiter: 2. Vorsitzender Erhard Ansorge
Tagesordnung:
1. Begrüßung und Eröffnung durch den 1. LV-Vorsitzenden, Ludwig Gambert
Der 1. Vorsitzende des Landesverbandes begrüßte und eröffnete die Versammlung.
Ludwig Gambert stellte zunächst die ordnungsgemäße Ladung und Beschlussfähigkeit fest. Er begrüßte den Schatzmeister des BDPh, Herrn Böttger, den Leiter der Messe Sindelfingen Herrn Billion, deren Pressesprecher Herrn Aschoff, den Vorsitzenden des Landesrings Bayern Herrn Wurmb, alle Ehrenmitglieder, Fachstellenleiter und Vereinsvorsitzenden des Landesverbandes.
Der Verband gedachte der im vergangenen Jahr verstorbenen Mitglieder durch eine Schweigeminute.
2. Grußwort des BDPh durch Herrn Lars Böttger, Schatzmeister
Herr Böttger überbrachte die Grüße des Präsidenten und des gesamten Bundesvorstandes und händigte dem LV-Vorsitzenden ein Präsent des BDPh aus.
3. Grußworte der Ehrengäste
Herr Billion begrüßte die Gäste und wünschte der Veranstaltung viel Erfolg. Der LVVorsitzende bedankte sich bei ihm für die Überlassung des Raumes und übergab ihm das neue Präsent des Landesverbandes.
Herr Gambert überreichte Herrn Aschoff eine Dankurkunde für die gute Zusammenarbeit.
4. Wahl eines Protokollführers
Wolfgang Wurmb wurde vorgeschlagen und einstimmig gewählt.
5. Jahresbericht des 1. Vorsitzenden
Herr Gambert verlas seinen Jahresbericht.
Anschließend begrüßte er den Vorsitzenden des LV Süd-West, Herrn Torsten Pelant.
6. Aussprache über den Bericht zu TOP 6 sowie über die schriftlich vorliegenden Berichte der LV-Vorstandschaft, der LV-Stellen und der LV-Regionalbeiräte.
Herr Schlicht Verein 01/055 bemängelte verkrustete Strukturen beim BDPh bezüglich der Regularien für Ausstellungen, die die Zahl der Anmeldungen drücken würden. Herr Gambert und Herr Maier dementierten dies. Der BDPh habe sich an internationale Vorgaben zu halten.
7. Bericht des Schatzmeisters
Roland Gleißner erläuterte, dass die Bilanz nicht gleich im Einladungsschreiben verschickt werden konnte, da diese erst durch den Steuerberater erstellt werden musste. Er stellte das positive finanzielle Ergebnis trotz sinkender Mitgliederzahlen vor. Er bedankte sich bei den Vereinen und deren Schatzmeistern, da die Zusammenarbeit wunderbar geklappt habe. Er freute sich darüber, dass die Außenstände von Mitgliedsbeiträgen seit Jahren nicht mehr so niedrig waren wie im Jahr 2010. Der verteilte Haushaltsplan trägt versehentlich die Jahreszahl 2011 statt 2012.
Die Bilanz wird in der nächsten LV aktuell veröffentlicht. Eine Aussprache wurde nicht gewünscht.
8. Bericht der Kassenprüfer
Herbert Geier referierte über die Kassenprüfung, die erst vor ein paar Tagen durchgeführt werden konnte. Er lobte die übersichtliche und genaue Kassenführung. Er empfahl der Versammlung die Entlastung der Vorstandschaft.
9. Festlegung der Stimmenzahl
Es sind 237 Stimmen vorhanden, davon seien 42 Vorsitzende vertreten und 42 Vereine durch Bevollmächtigte.
Herr Schlicht bemängelte, dass Rosenheim nur 3 Stimmen für 187 Mitglieder habe, Naila für 62 Mitglieder 4 Stimmen. Herr Gleißner erläuterte, dass Rosenheim seine Beiträge nicht komplett bezahlt habe und daher nur 3 Stimmen habe, Naila sei ein Fehler, der schon korrigiert und bei den Stimmkarten berücksichtigt worden sei.
10. Abstimmung über die Entlastung des Vorstandes: 1. und 2. Vorsitzender sowie Schatzmeister
Erhard Ansorge fragte nach dem Wunsch geheimer Abstimmung und Einzelabstimmung. Dies war beides nicht gewünscht.
Die Abstimmung ergab einstimmige Entlastung mit einer Enthaltung von 2 Stimmen.
11. Stellungnahme zu aktuellen Themen durch den Vertreter des BDPh
Herr Böttger sprach aktuelle Themen an. Das Hobby Briefmarkensammeln ist weiterhin in allen Altersgruppen aktiv. 2012 wird in Mainz eine große Literaturausstellung durchgeführt. Hierzu gibt es ein neues Reglement, das auch Internetseiten als Exponate zulässt.
Ebenfalls verteidigte er den höheren Mitgliedsbeitrag des BDPh. Trotz fallender Mitgliederzahlen müssen Ausgaben z.B. für die Philatelie getätigt werden um das Leistungsspektrum nicht einzuschränken.
Herr Höck fragte ihn nach seiner Meinung zur zweijährigen Abhaltung des Philatelistentages. Herr Böttger erwiderte hierzu, dass hier Berechnungen angestellt wurden, die ein großes Sparpotential aufzeigten, auch wenn dies persönliche Kontakte einschränken würde.
Herr Schlicht sprach die Möglichkeit an, alle zwei Jahre den Philatelistentag „aufs Land“ zu verlegen und alle zwei Jahre parallel zu einer Messe stattfinden zu lassen. Herr Böttger gab zu bedenken, dass Großstädte tendenziell teuer sind und hier auf die Kosten geachtet werden sollte.
Herr Geier fragte nach der Entwicklung der Mitgliederzahl bundesweit. Im Jahr würden bundesweit 4-5% der Mitglieder verloren.
Weiterhin fragte Herr Geier nach Einsparpotential bei der philatelie z.B. mit einer Doppelnummer. Herr Böttger erläuterte, dass die Bezahlung der philatelie sowohl aus Mitgliedsbeiträgen, als auch aus Stiftungsmitteln erfolge. Eine Doppelnummer sei keine wirkliche Einsparung und sei nur die allerletzte Möglichkeit.
Herr Gabriel sprach die bei der letzten Beitragserhöhung vorgelegten Kosten der philatelie an. Damals sei von 10 auf 12 Ausgaben mit der Begründung, dass sich diese selbst bezahlen würden, erhöht worden. Jedoch stiegen trotzdem die Kosten für diese Zeitschrift. Er fragte explizit nach den Kosten für diese beiden zusätzlichen Hefte. Herr Böttger schlüsselte die Kostenverteilung der philatelie auf. Der größte Faktor sei das Porto. Die Kosten werden je zur Hälfte von der Stiftung und von Mitgliedsbeiträgen getragen. Das Thema philatelie wird im BDPh neu behandelt werden. Hier ist eine Kommission unter Herrn Gambert und Herrn Pelant installiert worden.
12. Ehrungen
Herr Böttger und Herr Gambert nahmen folgende Ehrungen vor:
- Hans Dietmayr und Dieter Simon erhielten die Ehrennadel in Vermeil des Bundes deutscher Philatelisten für ihre Verdienste um die Philatelie.
- Walter Gabriel wurde aufgrund der Abstimmung des letzten Landesverbandstages zum Ehrenmitglied des LV Bayern ernannt.
- Stefan Mloschin erhielt für den hervorragenden Ausstellungskatalog der Briefmarkensammlergemeinschaft Marktbreit am Main erneut den Heinrich Schlemmer Preis.
13. Ergebnisse des Mitgliederwettbewerbs
Sieger ist der Verein Passau vor Amberg und dem Münchener Briefmarken-Club. Die Ergebnisliste wurde bereits mit der Einladung verschickt. An die Anwesenden wurden die Schecks überreicht.
14. Anträge
Es liegt nur ein Antrag der LV Vorstandschaft auf Änderung der Zuschussmodalität des Landesrings Bayern vor.
Dieser Antrag wurde einstimmig ohne Enthaltungen angenommen.
15. Beschlussfassung über den Haushaltsplan 2012
Der Antrag wurde einstimmig ohne Enthaltungen genehmigt.
16. Vergabe des 64. LV-Tages im Jahre 2012
Hierzu liegt bisher kein weiterer Antrag vor. Herr Ritschel bekräftigte seinen Antrag vom letzten Jahr auf Ausrichtung in München. Der genaue Ort wird noch bekannt gegeben.
Herr Deichert äußerte seine Bedenken über eine Durchführung während der IBB. Hier geht den Teilnehmern Messezeit verloren und diese haben keine Möglichkeit Vorträge zu hören. Hierzu erfolgte eine Diskussion.
17. Bewerbungen für den Tag der Briefmarke und Vergabe
Anträge zur Ausrichtung zum TdB wurden nicht gestellt.
Herr Ritschel monierte das Desinteresse der Vereine hierzu.
18. Verschiedenes – Anregungen und Wünsche
Es waren keine Wortmeldungen zu vernehmen.
Herr Gambert bedankte sich für die Teilnahme, wünschte einen angenehmen Messebesuch, eine gute Heimreise und schloss die Versammlung um 12:10 Uhr.
München, den 5. März 2011 gez. Ludwig Gambert, 1. Vorsitzender gez. Wolfgang Wurmb, Schriftführer am 63. LV-Tag
|
|
|
|
Jahresbericht des 1. Vorsitzenden
Liebe Sammlerfreunde, verehrte Mitglieder,
meine Damen und Herren!
Ich darf mich auch in diesem Jahr wieder für die vielen gelungenen kleinen und großen Veranstaltungen bedanken, die Ihr durchgeführt habt. Alle Beteiligten haben damit der Philatelie einen großen Dienst erwiesen und ich kann nur hoffen, dass auch in diesem, noch relativ jungen Jahr, wieder viele Aktivitäten zur Werbung für Euren Verein stattfinden werden. Eine beachtliche Anzahl ist ja bereits in unserem Terminkalender – sowohl in der LV Aktuell, als auch im Internet - zu finden. Unter geschicktem Einsatz der Presse verhindern wir damit, dass gerade in Zeiten rückläufiger Mitgliederzahlen unser örtlicher Verein in die Bedeutungslosigkeit zurückfällt. Dies ist für uns auch eine moralische Verpflichtung gegenüber denjenigen, die oft sogar in schweren Zeiten unseren Verein aufgebaut haben.
Wann immer Rat und Tat gebraucht wird, wendet Euch an Euren Landesverband – dazu sind wir da, dazu seid Ihr Mitglied! Edina Tschernich und Dieter Simon haben – nicht nur – im vergangenen Jahr so manchem Veranstalter sehr geholfen, wofür ich mich persönlich und im Namen des Landesverbandes ganz herzlich bedanken möchte! Ohne mich über die beiden hinwegsetzen zu wollen möchte ich behaupten, dass diese beiden auch Euch mit Rat und Tat behilflich werden könnten – wenn man sie nur fragt!
Es geht ganz einfach einmal darum, zunächst die örtlichen Möglichkeiten auszuloten. Da ist noch kein fester Termin notwendig, kein Rahmenplan, kein Finanzierungsplan! Einfach sagen, wir möchten z. B. unser Jubiläum feiern. Was könnten wir da machen? Unsere Voraussetzungen im Verein bzw. im Ort sehen folgendermaßen aus…
Dann kann der Landesverband eingreifen! Wir haben fähige Leute mit viel Erfahrung, und es gibt doch eine ganze Reihe bereits durchgeführter Veranstaltungen, zu denen man Parallelen ziehen kann!
Leider ist es in unserem großen Landesverband nicht möglich, alle – und mit Sicherheit nennenswerten – Veranstaltungen nun hier und heute zu erwähnen. Ich darf – stellvertretend für alle – aber einige Großveranstaltungen hervorheben:
Es sind dies – in zeitlicher Reihenfolge – die Ausstellung FERPHILEX des BSW Anfang März bei der IBB. Hier zeigten die Eisenbahner eine Super-Schau quer durch alle Themen, und das sind nicht wenige. Weiterhin waren dort der Briefmarkensalon „Tschechoslowakei“ und die Sonderschau des Philatelistenclubs „Bavaria“ zu sehen. Ende März zeigten internationale Aussteller ihre Objekte in Sopron in Ungarn, wobei die deutschen Aussteller hervorragend abschnitten. Im April fand in Rosenheim die größte bayerische Ausstellung des Jahres statt. Über diese wird in der brandneuen LV Aktuell ausführlich berichtet. Dann im Mai unser Landesverbandstag in Cham mit dem Dreigestirn Tag der Briefmarke, Ausstellung im Rang 3 und Landesverbandstag. Eine Konstellation, ein Fest der Philatelie, das alle Beteiligten nicht so schnell vergessen werden. Der Jahresausklang fand dann in Kulmbach mit einer Rang 3 statt. Die – bis auf den letzten Quadratmeter belegte - Stadthalle bot dazu ein hervorragendes Ambiente.
Nicht weniger wert sind jedoch die vielen Werbeschauen, die von den einzelnen Vereinen zu den unterschiedlichsten Anlässen organisiert wurden, denn sie wirken sich auf den Bekanntheitsgrad vor Ort positiv aus und dienen der Mitgliederwerbung. Dabei dürfen wir uns nicht entmutigen lassen, die Wiederholung bringt oft erst den gewünschten Erfolg.
Der Landesverband dankt in diesem Zusammenhang den Verantwortlichen herzlich für das gezeigte große Engagement. Der zu beachtende Einsatz gibt Anlass zu positiven Zukunftsperspektiven.
Stellenleiter
Dies betrifft die Landesverbandsstelle Ausstellungswesen und Juroren mit Thomas Höpfner, die Landesverbandsstelle Veranstaltungen mit Thomas Bauer, die Jugendarbeit mit Wolfgang Wurmb, den Sammlerschutz mit Dr. Heiko Übler, den DIVA-Beauftragten Erhard Ansorge, sowie die Stelle Auslandsbeziehungen mit unserem Ehrenmitglied Jörg Maier.
Ich darf mich ganz herzlich für Eure Arbeit bedanken! Alle haben nach besten Kräften den Landesverband unterstützt und dabei viel Freizeit in ihre ehrenamtlichen Aufgaben investiert. In den vorliegenden Berichten, die nur in sehr konzentrierter Form die umfangreiche Arbeit dokumentieren, kann man einen Einblick gewinnen. Alle Stellenleiter sind anwesend und können im nächsten TOP gerne noch zu einzelnen Details befragt werden.
Direkt anhängen möchte ich hier nun das Thema LV Aktuell.
Ihr werdet wohl bemerkt haben, dass es mit unserer LV Aktuell langsam aber sicher aufwärts geht. Dies ist sicher ein Verdienst unseres Thomas Bauer, dem ich an dieser Stelle dafür recht herzlich danken möchte. Es ist aber auch ein Verdienst unserer Vereine, die doch mehr und mehr das Medium LV Aktuell entdecken.
Wie bereits in meinem letztjährigen Jahresbericht erwähnt, wird jedoch immer noch zu wenig erkannt, welche Werbewirksamkeit ein Artikel hat, der rechtzeitig vor einer Veranstaltung erscheint! Sicher ist unser Veranstaltungskalender ein zuverlässiger Wegweiser, aber was können diese wenigen – ich möchte fast sagen „dürren“ - Zeilen schon über die vielen schönen Veranstaltungen aussagen, die landauf, landab alljährlich mit viel Liebe veranstaltet werden. Es ist doch mehr als schade, wenn dann das Interesse von Mitgliedern aus einem möglichen Umkreis nicht durch eine Vorschau geweckt wurde.
Wenn wir in unseren Gemeinden und Städten auf Schritt und Tritt Plakaten begegnen, die für Veranstaltungen werben, finden wir das normal. Wenn wir für unsere eigenen Veranstaltungen in der LV Aktuell nicht im Textteil werben, finden wir das auch normal. --- Aber da stimmt doch etwas nicht! Das kann doch eigentlich nicht wahr sein!
Ihr alle könnt in einem verhältnismäßig großen Umfang werben – und das kostenlos! Wenn wir das kommerziellen Veranstaltern anbieten würden, müsste unsere LV Aktuell jeweils in Buch- und nicht mehr in Heftform erscheinen. So viel zum Thema Werbung.
Zum Thema Fachartikel in der LV Aktuell kann ich leider nur wiederholen, was ich im letzten Jahr bereits sagte: weitgehend Fehlanzeige! Wir wollen bestimmt nicht mit den Arbeitsgemeinschaften oder der Zeitschrift philatelie konkurrieren, aber die eine oder andere „Kleinigkeit“ würde das Niveau unseres Heftes schon heben. Schließlich gibt es eine ganze Reihe von weniger umfangreichen Themen, die für eine größere Veröffentlichung in Fachzeitschriften zu unbedeutend sind, hier jedoch auf reges Interesse stoßen können! Ich denke hier vor allem an heimatbezogene Abhandlungen. Traut Euch doch, und wenn ein Artikel mal nicht ganz so ausgefeilt ist, werdet Ihr auf Wunsch auch in dieser Angelegenheit vom Landesverband unterstützt!
Beiräte
An dieser Stelle möchte ich – wie im Vorjahr – noch einmal auf die Bedeutung der Beiräte für ein reibungsloses Funktionieren unserer Gemeinschaft Landesverband hinweisen. Ich habe den Eindruck, dass bei den Tischrundengesprächen die Lösung lokaler Probleme besser denn je funktioniert. Es wird kein Zufall gewesen sein dass der letztjährige Landesverbandstag derart reibungslos über die Bühne ging. Mit Sicherheit hat die gute Arbeit der Beiräte dazu beigetragen und ich bedanke mich dafür ganz herzlich!
Namentlich möchte ich diesmal Herrn Binner erwähnen, der maßgeblich dazu beigetragen hat, dass meine Idee für den Stempel des Landesverbandstages zum Thema „Philatelistische Bibliothek München“ umgesetzt werden konnte.
Seminare
Hier müssen wieder das Seminar für die Jurorenfortbildung in Donauwörth und das thematische Seminar in Erlangen erwähnt werden. In Donauwörth war dafür erneut unser Landesverbandsstellenleiter Thomas Höpfner verantwortlich, der es alljährlich versteht, neue Impulse bzw. Schwerpunkte zu setzen. Diese Arbeit zahlt sich langfristig aus. Auch bei der Tagung des Verwaltungsrates am letzten Wochenende berichtete Dr. Leupold, der Verantwortliche des Ressorts beim BDPh, über den Rückgang von Beschwerden seitens der Aussteller. Für das thematische Seminar (wir berichteten darüber in der LV Aktuell) bedanke ich mich bei Frau Bachhofer und Herrn Johan van Soeren und kann nur sagen: „Weiter so“.
Denkbar wäre hier auch ein Seminar für Erstaussteller zur Einführung, um einen erfolgreichen Start zu gewährleisten und Enttäuschungen zu minimieren. Leider ist diesbezüglich nur von einer Region eine Anfrage gekommen. Lediglich in Unterfranken habe ich zusammen mit dem damaligen Regionalbeirat Walter Gabriel so etwas durchgeführt, aber das ist nun auch schon wieder „ein paar Tage“ her.
Vorträge
In Zusammenarbeit mit Herrn Aschoff wurde für das Forum der diesjährigen IBB ein sehr beachtenswertes Programm zusammengestellt. Aus dem Landesverband sind als Referenten vertreten die Herren
Horst Geiger mit den Vorträgen „Die Rheinlandbesetzung 1918 – 1930“ und „1.Weltkrieg, Zensurpost auf dem Gebiet der Deutschen Reichspost“
Thomas Hitzler mit dem Vortrag „Die Markenausgaben Ostrumeliens und Südbulgariens - ein Überblick“
Walter Gabriel mit dem Vortrag „Inflation 1916–1923, speziell Wertbriefe am Übergang zur Rentenmark“
sowie
Dr. Heiko Übler zum Thema „Rechte beim Kauf und Tausch philatelistischer Objekte“.
Nicht unerwähnt bleiben soll auch Herr Dr. Horst Schmollinger mit seinem Vortrag „75 Jahre Tag der Briefmarke“. Nachdem ich – bereits vor einigen Jahren – die Forschungsgemeinschaft „Tag der Briefmarke“ mit einem Informationsstand zur Messe in München eingeladen hatte, ist diese Arbeitsgemeinschaft nunmehr zu einem sehr informativen „Dauergast“ geworden, worüber wir uns natürlich sehr freuen.
Mein aufrichtiger Dank geht an die Referenten, die sich in den Dienst des Landesverbandes und der Philatelie gestellt haben. Herzlichen Dank aber auch in die Richtung von Herrn Gerd Aschoff, dem Pressesprecher der Messe Sindelfingen, der unermüdlich für sein Programm gekämpft hat. Ohne ihn wäre dieses nicht zustande gekommen.
Mitgliedsbeiträge bzw. Kassenlage
Dazu möchte ich nicht allzu ausführlich Stellung nehmen, ist dies doch die Angelegenheit unseres Schatzmeisters. Ich darf jedoch vorweg nehmen, dass Ihr mit Sicherheit erneut zufrieden sein werdet. Selbstverständlich hat die gesamte Vorstandschaft durch ein sparsames Wirtschaften unserem Schatzmeister die Arbeit erleichtert. Nicht erleichtern konnten wir ihm allerdings seine umfangreiche Arbeit bei der Erledigung der zahlreichen Buchungen. Darüber hinaus hat er sich auch stets für alle anderen Belange des Landesverbandes eingesetzt. Wir alle danken ihm für seinen selbstlosen Einsatz und hoffen, dass er uns noch lange mit Rat und Tat zur Seite stehen kann.
Mitgliederwerbung
Hier wurden erstmals neue Wege eingeschlagen und auf einer Freizeitmesse in München unser Verband vorgestellt. Dank an die Münchener Vereine und deren Mitglieder, die sich an dieser Aktion beteiligt haben. Man konnte zwar kein neues Mitglied werben, will aber mit einem neuen Konzept nochmals die Gelegenheit ergreifen, sich einem – überwiegend – nicht philatelistischen Publikum vorzustellen. Auch in Oberfranken ist in diesem Jahr die Beteiligung an einer Messe geplant.
Ansonsten gilt nach wie vor die alte Weisheit, dass nichts den persönlichen Kontakt ersetzen kann. Konnte man vor Jahren mit einem Flyer noch den einen oder anderen Erfolg erzielen, ist heute beim Umfang der Werbung, die täglich auf uns einströmt, damit keine große Aufmerksamkeit mehr zu erreichen. Sicherlich auch heute noch beliebt und angebracht bei Informationen zu Tauschtagen, Ausstellungen usw., aber zur Mitgliederwerbung kaum mehr geeignet.
Ausstellungswesen
Dem Thema Ausstellungswesen war bei der Verwaltungsratssitzung am vergangenen Wochenende ein großer Zeitraum gewidmet. Ich werde deshalb auch etwas ausführlicher darauf eingehen. Nach diversen Vorarbeiten wird vom BDPh ein zusammenfassendes Papier verfasst. Zum Inhalt:
Es geht um die Verbesserung des Ausstellungswesens in einigen wesentlichen Punkten z. B. Umfang der Ausstellungen, Anzahl der Bewertungen bei Ausstellungen im Rang, virtuelle Einsichten, d. h. die Übertragung bzw. Übersendung von Exponaten per Mail, Stick, CD, DVD etc. In den Ausgaben der philatelie Nrn. 398 und 400 waren dazu ja bereits im August und Oktober 2010 umfangreiche Artikel erschienen. Diese enthielten sehr interessante Vorschläge, aber auch Ideen, die nicht unwidersprochen bleiben dürfen.
Was das Ausstellungswesen in den Verbänden anbelangt, hatte ich mich bereits im vergangenen Jahr mit dem Vorsitzenden des Landesverbandes Südwest, Herrn Torsten Pelant, abgestimmt und die Erfahrungen aus den bayerischen Veranstaltungen sowie unsere Vorstellungen beim Leiter der Zukunftskommission, Herrn Prof. Mörschel, eingebracht.
Es gab darüber hinaus eine Befragung der BDPh-Juroren und ich will Euch nicht vorenthalten, was ich in dieser Funktion zum Thema vorgebracht habe. Ich kann das allerdings hier nur in Auszügen wiedergeben, meine Ausarbeitung umfasst nämlich zehn DIN A4 Seiten.
Punkt 1: Namensgebung bei Ausstellungen
Hier war der Begriff „Besucherausstellungen“ aufgekommen – und das im Gegensatz zu „Wettbewerbsausstellungen“. Ich betrachte den Begriff „Besucherausstellungen“ als Unsinn, denn sollte es wirklich Ausstellungen geben, die nicht für Besucher gemacht werden? Für Euch - als Veranstalter - wohl eine Horrorvision.
Punkt 2: Wer ist ein „Besucher“?
Ich finde, dass auch Aussteller und Juroren unter diesen Begriff fallen, ja sogar Händler, oder etwa nicht? In den o. g. Artikeln war das anders definiert.
Des Weiteren las man von der Idee, der Jury in einem Hörsaal bzw. Kino die Exponate vorzuführen, einige (wenige) dann auszuwählen und diese – nur diese – dann wirklich auszustellen.
Das könnte dann so aussehen, dass man die Uni in Leipzig zur Vorschau und die Orangerie in Ansbach schließlich zur Rang-Ausstellung nutzt. Dort sind dann die 12 besten Exponate zu sehen – und zwar die, die in Leipzig sozusagen „übrig“ geblieben sind. Der (gedachte) und natürlich ausgeschiedene Heimatsammler aus Ansbach wird sich dann fragen, was er nun noch persönlich in der Ausstellung zu suchen hat! Besucherausstellung? Nun ja…
Der Gedanke einer Kombination mit anderen Events ist nicht neu. Er wird bereits seit Jahren in Bayern – vor allem in Oberfranken – praktiziert. Auch in Rotthalmünster fand sich zum letztjährigen Jubiläum eine beispielhafte Ausstellung dieser Art unter Einbezug zahlreicher Vereine und Institutionen. Nicht nur Vitrinen, ganze Informationsstände waren vorhanden. Auch in anderen Vereinen waren derartige Konstellationen zu sehen – aber leider in der LV Aktuell weder angekündigt, noch nachzulesen. Letzteres aber nur nebenbei!
Ein Trugschluss ist die Einstellung mancher Händler, man könne auf Ausstellungen bei Messen verzichten. Unverständlich, diese Meinung vorbehaltlos zu übernehmen - unverzeihlich, dem Handel dies auch noch zu bestätigen! Da bemüht man sich den Messegesellschaften zu vermitteln, dass anwesende Aussteller mit Sicherheit potentielle Kunden sind und dann wird in den Artikeln in der philatelie auch noch dagegen geschrieben!
Punkt 3: Aussteller
Der Aussteller ist – wenigstens bisher – in einer Doppelfunktion anwesend, nämlich als solcher und – wie bereits erwähnt – auch als Besucher. Letztendlich will er sich über sein Sammelgebiet (und auch über andere) informieren. Ich persönlich habe zehn Jahre lang alle Ausstellungen im Umkreis von 100 Kilometern besucht, bevor ich zum ersten Mal selbst ausstellte. Dies hat sich dann in den Ergebnissen sehr ausgezahlt.
Kein einziges Wort findet man auch in den genannten Artikeln über die vor Ort gepflegten – und sehr wesentlichen - persönlichen Kontakte zu Vereinsmitgliedern, anderen Ausstellern, Juroren etc. Gerade diese Kontakte haben mich bewogen als Aussteller auch stets persönlich anwesend zu sein.
Punkt 4: Juroren
Ebenfalls in einem Artikel war zu lesen, dass die Juroren ihre Arbeit in, ich zitiere: „Heimarbeit“ machen könnten und man dem Veranstalter daher die Kosten ersparen könne. Dies würde natürlich voraussetzen dass die Jury vorher eine virtuelle Darstellung erhält.
Sowohl die Art dieser Darstellung, als auch die praktische Durchführung ist für uns Bayern übrigens nichts Neues. So werden z. B. zur Vorbereitung der jährlichen Jurorenseminare in Bayern Exponate aus dem Internet - nunmehr bereits im dritten Jahr – genutzt. Theoretische Vorstellungen (wie in der philatelie vorgestellt) relativieren sich im praktischen Umgang allerdings recht schnell. Die Vorteile – gerade bei o. g. Fortbildungsseminaren – sind nicht von der Hand zu weisen. Unbedingt ein Fortschritt, aber
- Es zeigten sich technische Probleme beim Umgang mit dem PC
- Es gab auch zeitliche Probleme bei langsameren Rechnern
- Nicht alle Juroren verfügen über das Internet
- Die Nachvollziehbarkeit der Gliederung ist schwierig
- Das Zurückblättern auf bestimmte Seiten ist sehr zeitaufwändig
Bei rein virtuellen Ausstellungen kommen weitere Probleme hinzu:
- Nicht alle Aussteller wollen sich der Mühe des Einscannens unterziehen, sondern sich lieber ihren Sammlerstücken widmen (Zeitfaktor)
- Auch nicht alle Aussteller verfügen über das Internet
- Die Frage: Hat der Aussteller das überhaupt (alles) in seinem Besitz?
- Die Fälschungserkennung (Rahmen öffnen??)
Ein praktisches Beispiel: Die von einem Kommissar einer internationalen Ausstellung mir gegenüber zugesicherten - angeblich vorliegenden - Prüfungen hatten sich nach dem Öffnen der Rahmen als nicht vorhanden herausgestellt (!)
- Viele Aussteller lehnen es auch bewusst ab, ihre Objekte im Internet öffentlich zu
machen. Die Gründe liegen auf der Hand… Datenträgeraustausch mindert das Risiko, behebt es aber nicht.
Lieber Thomas Höpfner, auch gerade in Deine Richtung – damit Du den Kopf nicht gar so sehr hängen lässt:
Zusammenfassend kann man sagen, dass die virtuelle Darstellung sicher mehr und mehr an Einsatz und Bedeutung gewinnen wird – ersetzen wird sie eine Jury vor Ort zumindest derzeit jedoch nicht können.
Das „Dabeisein“, „Miterleben“, die Veranstaltung also an sich (für alle Beteiligten!) – das sind weitere Punkte, die aber einen sehr, sehr bedeutenden Faktor darstellen.
Ich muss noch dazu sagen, dass sich unser Verbandsstellenleiter Thomas Höpfner eifrig für die Möglichkeiten eines Beschreitens neuer Wege einsetzt und danke ihm auch im Namen des Landesverbandes sehr dafür. Natürlich müssen wir unbedingt in die Zukunft blicken – und er macht es vorbildlich - aber es sind uns derzeit noch Grenzen gesetzt und es wird noch ein langer Weg werden.
Immerhin sind wir Dank Jörg Maier und Thomas Höpfner in Bayern auf Grund einer nennenswerten Anzahl von Juroren in der glücklichen Lage, unseren Veranstaltern teure – sprich weite - Anfahrtswege der Juroren zu ersparen. Auch ich habe mich in meiner Funktion als Landesverbandsvorsitzender damals energisch gegen eine übertriebene Reduzierung des Jurorenumfangs zur Wehr gesetzt. Nichtsdestoweniger werden auf unseren Briefmarkenausstellungen (meist im Rang 2) auch Juroren anderer Landesverbände eingesetzt, und auch unsere Juroren-Seminare in Bayern sind verbandsübergreifend. Somit erfüllen wir bereits heute – was sage ich, schon lange! – diverse Forderungen aus dem Zukunftspapier des BDPh.
Punkt 5: „Ochsentour“
Weiterhin findet sich in den – heute bereits mehrfach erwähnten – Artikeln der Begriff „Ochsentour“. Er bezieht sich auf die Bestimmung, dass ein Aussteller sich erst über Rang3, Rang 2, Rang 1 usw. qualifizieren muss, um jeweils in einen höheren Rang zu kommen. Der Vorschlag zur Neuerung war, bei entsprechender Qualifizierung auch Ränge überspringen zu können. Das ist sicherlich Ansichtssache, ich persönlich möchte davon keinen Gebrauch machen – obwohl ich dies sehr wohl könnte. Von Rang 3 einen Sprung auf International? Was soll das? Die Nachteile sind offensichtlich. Wie sollte man sonst z. B. die Ratschläge von Kollegen und Erkenntnisse aus den Jurygesprächen einbringen? Und wer glaubt schon ehrlich, er habe alles?
Dies gilt im übertragenen Sinn übrigens nicht nur für Aussteller! Gleiches trifft für den Sammlungsaufbau und die Beratung in unseren örtlichen Vereinen zu. Für uns übrigens ein unschlagbares Argument bei der Frage: „Warum sollte ich Mitglied in einem Verein sein?“ oder bei der Mitgliederwerbung: „Warum sollte ich Mitglied in einem Verein werden?“
Punkt 6: Der Gehalt von Ausstellungen
Vielleicht werdet Ihr sagen: Jetzt redet er immer noch von Ausstellungen. Nun, sie sind nun einmal äußerst wichtig für unser Auftreten in der Öffentlichkeit und auch die kleinste Werbeschau ist eine Ausstellung, das dürfen wir nicht vergessen.
Es wundert mich übrigens schon sehr, dass es auch nicht die kleinste Reaktion gab auf die Behauptung, in unseren Ausstellungen gäbe es viel, ich zitiere: „Masse statt Klasse“. Auch das war klar und deutlich in der philatelie zu lesen – und das ist ein Unding! Hier wird ein Großteil der Aussteller geradezu vor den Kopf gestoßen. Sensible Gemüter werden sich möglicherweise schon überlegt haben, ob sie unter diesen Zukunftsperspektiven noch ausstellen werden. Wohl alle Aussteller legen Wert darauf, dass ihre Exponate öffentlich präsentiert werden. Wozu zahlen sie sonst bei Wettbewerbsausstellungen auch ihre Rahmengebühren? Ein – übrigens internationaler – Aussteller schrieb mir zu diesem Thema, ich zitiere: „Ich möchte sagen, dass sich die Bedürfnisse von Lokalen / Regionalen und internationalen Ausstellungen sehr stark voneinander unterscheiden, sowohl seitens der Aussteller als auch der Besucher. Das ‚Herz‘ einer Rang 3 Ausstellung ist in den meisten Fällen der ausrichtende Verein mit seinen eigenen Ausstellern, und deren Exponate sind möglicherweise nach objektiven Kriterien nicht immer attraktiv für das Publikum. Dennoch sollte es für den Veranstalter auch zukünftig möglich sein, hier die eigenen Interessen zu wahren. Und sich eher für Exponate zum Thema ‚Die Postämter im Landkreis Ebersberg‘ zu entscheiden als für ‚Overland Mail‘ Exponate.“ – Ende des Zitats. (Es stammt übrigens von unserem Thomas Höpfner)
Hinzuzufügen wäre noch, dass lokale Ausstellungen – nach altem Muster – stets auch eine große Anzahl von Erstausstellern hervorgebracht haben. Eine Vielzahl dieser hat sich dann im Laufe der Jahre sehr positiv entwickelt – durch die „Ochsentour“…
Ad absurdum führt der Ausspruch „Masse statt Klasse“ bei den in großer Aufmachung propagierten „Neuheiten-Schauen“. Nicht, dass gegen die Grundidee etwas einzuwenden wäre! Nur – allzu sehr „riecht“ das nach kommerzieller Propaganda. Aboware ausstellen und einen Preis gewinnen! Wie verlockend! Wäre es aber nicht zehnmal besser die Sammler darauf hinzuweisen, dass „Sammeln“ nicht mit „Abobezug“ gleichzusetzen ist? Wäre es nicht zehnmal besser die Sammler in der Richtung zu beraten, dass man – zu einem Bruchteil des Preises – dieses Material gestempelt auch auf jedem Tauschtag bekommt? D a s ist sammeln! Wir beschweren uns über mangelnden Besuch bei Tauschtagen, fördern aber die – und hier ist der Ausdruck „Masse“ mehr als angebracht! – über Abos bezogene Massenware!
Identifikation der Ausstellungsbesucher mit dem gezeigten Material – das ist das Schlagwort und auch völlig richtig! Nur – gestempelt zeigen zum Preis von wenigen Cent, da ist wohl keine Identifikation möglich? Ehrliche Aufklärung wäre wünschenswert, ist aber nicht erwünscht. Dabei könnte sich ein BDPh, ein Verband, ein Verein mit ehrlicher Beratung sehr wohl hervorragend profilieren!
Nebenbei: Die Freude an der Beschäftigung mit den erworbenen Marken steht im Vordergrund. Richtig, auch das propagiere ich bei jeder passenden Gelegenheit. Nur – nach dem Verkauf (durch die Erben) wird gnadenlos und sehr erfolgreich gegen uns Philatelisten argumentiert. Zu recht! Denn dann haben wir es versäumt, die Sammler rechtzeitig und ehrlich aufzuklären.
Punkt 7: Und noch ein Letztes:
Scharf widersprochen werden muss meiner Meinung nach der Feststellung, ich zitiere (ebenfalls aus den Artikeln in der philatelie): „Wettbewerbsausstellungen sind als Werbung für die Philatelie vollkommen ungeeignet und rechtfertigen die hohen Kosten nicht, die der BDPh, seine Verbände und auch die Vereine aufwenden müssen.“
Wer so etwas schreibt, zeigt, dass er offensichtlich durch Wettbewerbsausstellungen persönlich nichts dazu gelernt hat. Dazu müsste man sich eben auch mehr – oder überhaupt – an solchen als Aussteller beteiligen.
Auch internationale Großveranstaltungen würden sich damit erledigen. Nur weil man in Europa finanziell selbst nicht mehr im bisherigen Umfang mithalten kann, berechtigt das noch lange nicht zur (versteckten) Forderung der Abschaffung von Wettbewerbsausstellungen. Diese sind schließlich auch der Grundstein für das Auftreten Deutschlands im Ausland. Es wäre eine Schande für die Philatelie in Deutschland, wenn wir im Ausland nicht mehr positiv in Erscheinung treten könnten!
Nochmals zur Erinnerung: Aus der gleichen Ecke kam vor Jahren schon einmal – und das damals weniger versteckt – die Forderung zur Abschaffung von Rang 3-Ausstellungen.
Der Spargedanke in Ehren, man kann die Philatelie aber auch „kaputtsparen“.
Philatelistentage
Wie es inzwischen die Spatzen vom Dach pfeifen, gab es im Vorfeld in dieser Angelegenheit – teils heftige – Meinungsverschiedenheiten innerhalb und außerhalb des Verwaltungsrates. Zur Debatte stand die Abhaltung der Philatelistentage wie bisher und der von mir eingebrachte Antrag. Dieser Antrag zielt auf eine Einsparmaßnahme in einem fünfstelligen Euro-Bereich. Er geht in die Richtung, dass künftig Philatelistentage nur alle zwei Jahre und darüber hinaus zusammen mit dem Bundestag abgehalten werden.
Die zwischen dem Philatelistentag in Suhl und heute von einer Gruppe verbreitete Meinung, meine entschiedene Stellungnahme in Suhl habe dem Landesverband Bayern zum Nachteil gereicht, ist völlig unsinnig. Sie kann auch nicht als persönliche Meinung verstanden werden – die man ja akzeptieren könnte, sondern ist gezielt gegen mich gerichtet. Fakt ist, dass nur ein starker Landesverbandsvorsitzender im Verwaltungsrat seine Meinung zur Geltung und Wirkung bringen kann – die dann wiederum dem jeweiligen Landesverband zur Achtung verhelfen. Es ist also durch meinen Antrag kein Schaden, sondern im Gegenteil ein Nutzen für den Landesverband Bayern entstanden! Und nicht nur das: Auch für die Finanzen des BDPh, sprich für die Verwendung der Mitgliedsbeiträge aller Mitglieder im BDPh wird dies von Vorteil sein.
Nicht umsonst wurde vor exakt einer Woche im Verwaltungsrat folgende Formulierung verabschiedet:
„Der Philatelistentag des BDPh wird in Abwägung aller inhaltlichen und finanziellen Erfordernisse, die die Mitgliedsverbände sehen, zukünftig mit den JHV zeitlich zusammengelegt und mithin alle zwei Jahre durchgeführt.
Der BV wird beauftragt, das dazu notwendige inhaltliche Konzept zu entwickeln.“
Dieser Antrag wird im September auf dem Bundestag zur Abstimmung vorgelegt (Antragsteller werden der LV Bayern und der LV Elbe-Weser-Ems sein) und ich bin zuversichtlich dass er die absolute Mehrheit der Stimmen erhalten wird.
Wer immer noch die Meinung verbreiten möchte, dass es zwischen dem Präsidenten des BDPh und mir – bzw. dem LV Bayern – Unstimmigkeiten geben würde, dem sei gesagt, dass ich – in Anwesenheit des Präsidenten (der deshalb unmittelbar dagegen hätte opponieren können) – vor einer Woche einstimmig zu einem Fachstellenleiter des Verwaltungsrats gewählt wurde.
Zukunftsperspektiven
Wer aufmerksam zugehört hat – und das haben ja alle – wird bei den einzelnen von mir angesprochenen Punkten sehr wohl die Hinweise in Richtung Zukunft erkannt haben. Hinweise, wie jeder von Euch etwas verbessern kann und Hinweise, welche Ziele sich der Landesverband gesetzt hat. Auch der BDPh hat – sogar in einem speziell dazu gegründeten Arbeitskreis – sich intensiv mit diesem Thema beschäftigt. Die Ergebnisse haben wir am letzten Wochenende bei der Verwaltungsratssitzung diskutiert und Herr Peschel hat als Öffentlichkeitsbeauftragter des BDPh diese in einem Arbeitspapier zusammengefasst, das ich am Dienstag dieser Woche erhalten habe. Wenn ich wieder nach Hause zurückgekehrt bin, werde ich es der Vorstandschaft des Landesverbandes zukommen lassen mit der Bitte, ihre Vorstellungen noch einzubringen. Natürlich kann auch jeder von Euch sich mit einer Idee zu diesem Thema einbringen. Ich werde gerne überprüfen, ob dies im Zukunftspapier schon enthalten ist oder ob es sich zur Ergänzung noch anbietet.
Zusammenfassend darf ich Euch alle eindringlich bitten, weiterhin diesen unseren Landesverband mit allen verfügbaren Mitteln zu unterstützen. Nur wenn wir alle an einem Strang ziehen, werden wir ein starker und einflussreicher Verband bleiben.
Die Vorstandschaften des Landesverbandes und des Landesringes werden Euch dabei gerne unterstützen.
Ich bedanke mich für Eure Aufmerksamkeit!
|
|
|
|
Jahresbilanz des LV Bayern 2010
Die Jahresbilanz des LV Bayern 2010 ist in der LV Aktuell nachzulesen.
|
|
|
|
Region Mittelfranken
Norimberga 2011 – eine Erfolgsgeschichte
Anlässlich seines 120-jährigen Bestehens lud der Philatelisten-Klub 1891 Nürnberg e. V. zur Ausstellung NORIMBERGA 2011 in das Museum für Kommunikation in Nürnberg ein. Das Museum, das im Volksmund immer noch als „Verkehrsmuseum“ bekannt, bildete am 14. und 15. Mai 2011 ein nicht zu überbietendes Ambiente für diese Rang 3 Ausstellung.
Da die Zahl der angemeldeten Exponate mehr als doppelt so hoch war wie der zur Verfügung stehende Platz hatte der philatelistische Ausschuss die Qual der Wahl. Dass er die richtigen Exponate ausgewählt hat, bestätigte die Jury, die nicht weniger als 20 Goldmedaillen bei 35 Exponaten vergab. Erfreulicherweise waren 19 Erstaussteller vertreten.
|
|

|
Eröffnet wurde die Ausstellung durch den Veranstaltungsleiter Peter F. Baer. Er begrüßte Frau Dr. Anja Prölß-Kammerer als Vertreterin des Schirmherrn, Herrn Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly sowie den Vorsitzenden des LV Bayern, Herrn Ludwig Gambert mit Frau.
An beiden Ausstellungstagen besuchten etwa 300 Interessierte die Ausstellung und waren voll des Lobes über die gezeigten Sammlungen. Eine Zeitung berichtete
|
|
am Sonntag im Leitartikel über die Ausstellung, der noch manchen Nürnberger auf die Ausstellung neugierig machte. Der erste stand schon vor 9 Uhr am Museumseingang. Ein Ehepaar kam nur wegen eines historischen Abraham-Lincoln-Briefes, der in dem Zeitungsartikel erwähnt wurde.
Der Festabend mit der Bekanntgabe der Jury-Entscheidungen und der Überreichung der Diplome und Ehrenpreise an die erfolgreichen Aussteller fand in der stilvoll dekorierten Fahrzeughalle des DB-Museums statt, gleich neben dem Luxus-Eisenbahnwaggon von König Ludwig II. von Bayern. Jeder Aussteller erhielt neben der Festschrift einen Sonderumschlag und eine Erinnerungsmedaille. Auch die fleißigen Helfer, ohne die eine solche Ausstellung nicht möglich wäre, wurden mit einer Medaille bedacht. Besonderer Dank gebührte dabei den Herren Baer, Popp und Wunderlich.
Wenn auch manchmal improvisiert werden musste in den Tagen vor und während der Ausstellung und wenn – wie immer – nicht alle Aussteller mit der Beurteilung durch die Jury zufrieden war, war es doch eine mehr als gelungene Veranstaltung, wie von allen Seiten zu hören war.
Georg Büttner
|
|
|
|
Region Oberfranken-Ost
100 Jahre Briefmarkensammler-Verein Bayreuth
Über ein Jahr waren die Mitglieder des Vereins damit beschäftigt, diesem Anlass einen würdigen Rahmen zu geben. Was dann am 04. und 05. Juni 2011 auf die Beine gestellt wurde, war schon mehr als bemerkenswert.
|
|
Der 2. Bürgermeister, Thomas Ebersberger, eröffnete am Samstag um 9 Uhr die zweitägige Briefmarkenausstellung im Rang 3 in der Stadthalle Bayreuth. Schon kurz darauf kamen die ersten Besucher, um die umfangreichen Exponate in Augenschein zu nehmen. Und es gab tatsächlich viel zu sehen. 54 Aussteller zeigten ihre Sammlungen in insgesamt 254 Rahmen. Davon waren 13 Jugendsammlungen in 43 Rahmen. Fünf Händler, die mit Ihren Umsätzen durchwegs zufrieden waren, rundeten das Angebot ab.
|
 Philatelie-Prominenz beim Fachsimpeln am Rande der Ausstellung
|
|
Die acht Juroren hatten bei diesem Aufgebot wahrlich kein leichtes Amt, wie sie dann auch
|
|
 Juryvorsitzender Karl Miltenberger mit dem Jurybericht
|
am Samstagabend bei der Preisverleihung hervorhoben. Juryvorsitzender Karl Miltenberger konnte 43 Medaillen vergeben, davon 18 Gold, 14 Vermeil, 8 Silber und 3 Bronze. Als „Beste Sammlung“ mit 87 Punkten wurde die „Bayern Michel 1-21“ ausgezeichnet. Stolzer Besitzer ist Herrmann Gröger aus Regensburg.
In der Offenen Klasse durfte dies Herr Dr. Schembra aus Steinbach/Ts mit der Sammlung „Herkunft der Digitalmarken von Oberfranken enträtseln“ für sich verbuchen.
Klaus Bürmann, 1. Vorsitzender des ausrichtenden Vereines, durfte nicht nur 15 Vereinsmitglieder für 25 Jahre oder mehr Vereinstreue auszeichnen, sondern nutzte
|
|
auch die Gelegenheit, den mehr als 80 Gästen einiges aus der Historie des Vereins zu berichten. In seiner bekannt sachlichen und immer leicht humoristischen Art erklärte Herr Bürmann, wie aus einer losen Vereinigung Gleichgesinnter namens „Suevia“ letztendlich vor 100 Jahren unser Verein gegründet wurde.
Die Resonanz in der Bayreuther Bevölkerung auf dieses Event war besser als erhofft. Zugute kamen der verkaufsoffene Sonntag, sehr gutes Wetter und eine umfassende Veröffentlichung in Presse und Radio, sodass viele Mitbürger den Weg in die Stadthalle fanden. Was sie dann sahen, war für viele so außergewöhnlich, dass unsere Mitglieder immer wieder zu Rate gezogen wurden und viele Auskünfte an Sammler oder auch welche „die nur ein paar Marken oder Alben zu Hause haben“ geben mussten.
|
|
Zu sehen gab es von der Vorphilatelie mit sehenswerten Belegen bis hin zu modernsten Digitalmarken mit allen ihren Geheimnissen alles, was der Briefmarkensammler erwarten konnte.
Umfangreiche Thematische Sammlungen waren genauso spektakulär wie liebevoll zusammengetragene Jugendsammlungen und auch Darstellungen von Briefmarken in ungewöhnlichen Formen, Materialien und Sinnesberührungen.
Der „schwarze Einser“, die älteste Briefmarke Deutschlands, und die „one
|
 Klaus Bürmann, Vorsitzender des Briefmarkensammler-Vereins Bayreuth mit dem LV-Vorsitzenden Ludwig Gambert beim Festabend
|
|
Penny black“, die älteste Briefmarke der Welt, waren bei vielen Besuchern gesuchte Objekte.
Auch die Delegationen unserer befreundeten Sammlervereine waren mehr als positiv von dem Dargebotenen überrascht.
Noch Tage danach wurden einige unserer Mitglieder immer wieder von Interessenten angesprochen die sich für die gezeigten Leistungen bedankten.
Hoffen wir also, dass hier einiges „hängen gebliebe“ ist und unser Verein beruhigt auch durchs neue Jahrhundert gehen kann. Sollte die Veranstaltung letztlich dazu gedient haben, dass der Eine oder Andere seine Liebe zu den Briefmarken entdeckt – oder neu entdeckt hat, dann war alle Arbeit, die wir uns gemacht haben, nicht umsonst, und alle Mühen haben sich zum Schluss doch noch gelohnt.
Abschließend bedanken wir uns bei allen Beteiligten für ihre aufopfernde Arbeit und die Zeit, die sie für diesen Anlass investiert haben.
Gerd Schulze
|
|
|
|
Alpen-Adria 2011
|
|
„Perle der Adria“ – so bezeichnet sich das Seebad an der Kvarner Bucht selbst im aufwendigen Hochglanzprospekt, mit dem Opatija um erholungssuchende Gäste wirbt. Vom 14. bis 17. April 2011 suchten Philatelisten aus den sieben Alpen-Adria-Regionen dort nicht nur Erholung und Entspannung, sondern philatelistische Kleinodien, Auffrischung alter Bekanntschaften und Anregung für neue Betätigung rund um die Philatelie.
Die Aussteller hatten für ihre Exponate einige Hürden zu überwinden: Kroatien als austragende Region der Alpen-Adria
|
 Mit einem Sonderblock gedachte die kroatische Post der Alpen-Adria-Ausstellung 2011. Die gesunkenen Schiffe spielen natürlichauf die Schätze an, die durch die Philatelie zu heben sind.
|
|
-Ausstellung 2011 lud zu einer Rang-1-Ausstellung, stellte also höchste Ansprüche an die Exponate.
Dazu hatten die Kommissare zollamtliche Formalitäten zu überwinden, damit die wertvollen Sammlungen nicht nur nach Kroatien – noch kein EU-Land! – eingeführt, sondern auch wieder unbehelligt zurückgebracht werden konnten. Am schmerzhaftesten verspürte dies der Schweizer Kollege, der auf jeder Fahrt zweimal Zollgrenzen überschritt und dabei wohl besonderer Aufmerksamkeit unterworfen wurde.
|
|
|
|
Der prunkvolle Kristallsaal des Hotels Kvarner, 1884 als erstes Hotel in Abbazia eröffnet, entschädigte die Aufregung und bildete einen grandiosen Rahmen für die hochwertigen Exponate. FEPA-Präsident Jörgen Jörgensen und BDPh-Präsident Dieter Hartig konnten
|
|
sich als Ehrengäste ein Bild von der Qualität der Ausstellung und dem Ambiente Opatijas machen, das uns durch ein reichhaltiges Rahmenprogramm nahegebracht wurde.
Wie in den Jahren davor konnte das Team aus Bayern, vertreten durch Jörg Maier als Repräsentant, Thomas Bauer als Kommissar und Ludwig Gambert, diesmal als Juror tätig, mit Frau Christine, wieder große Erfolge für die neun bayerischen Exponate von acht Ausstellern verbuchen: Viermal Gold, je zweimal Großvermeil und Vermeil und einmal Großsilber war die stolze Bilanz, dazu kam die Auszeichnung für das beste Exponat der Ausstellung. Der „Grand Prix“ für das Exponat mit der besten Verkörperung des Alpen-Adria- Gedankens verblieb in Kroatien mit den „Posttarifen und –routen in den
|
 Dr. Gertlieb Gmach (rechts) mit dem Ehrenpreis für das beste Exponat der Alpen-Adria 2011, überreicht von Ivan Libric, Präsident der Alpen-Adria (links).
|
|
französisch besetzten Provinzen Illyriens 1809-1813“. Mehrere Aussteller aus Bayern,
|
|

|
Vereinskollegen und ein Bus voll philatelistischer Enthusiasten des BSV Passau nutzten die Gelegenheit für einen Besuch dieser Ausstellung und einem Kurzurlaub in der Region.
Zum Programm des Festabends gehören Ehrungen. Ludwig Gambert als 1. Vorsitzender des LV Bayern (im Foto Mitte) überreichte zwei verdienten Männern der Alpen-Adria-Philatelie, Johann Brunner, Gründervater aus Österreich und Pedro Vaz Pereira (rechts), als ehemaliger
|
|
FEPAPräsident überzeugter Förderer aus Portugal, den Ehrenteller des LV Bayern.
In seiner Bedeutung besonders unterstrichen wurde die Veranstaltung in Opatija durch die Abhaltung des FEPA-Kongresses 2011, der am Samstag in der Villa Angiolina tagte. Und weil ohne intensive Projektarbeit keine Veranstaltung gelingt, traf sich die Arbeitsgruppe der Alpen-Adria ebenfalls am Samstag zu Nachlese und Vorbereitung der nächsten Veranstaltungen. Turnusmäßig wechselte dabei auch der Vorsitz von Ivan Libric (Kroatien, im Foto links) zu Jvo Bader (Schweiz, rechts).
|

|
|
Thomas Bauer
|
|
|
|
Deutsche Philatelisten Jugend (DPhJ) Sulzbach-Rosenberg ist Deutscher Mannschaftsmeister
Den Titel des „Deutschen Mannschaftsmeisters der Jungphilatelisten“ erreichte Anfang Mai die Jugendgruppe der Briefmarkenfreunde in Sulzbach-Rosenberg. Im Wettkampf über drei Tage am Wochenende mussten sich die Herzogstädter gegen Teams u. a. aus Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und Südwest messen. Unter Teamleiter Wolfgang
|
|
 Die strahlenden Sieger aus Bayern: Maximilian Klose (mit Schale), rechts daneben Andreas Frank und Teamleiter Wolfgang Wurmb
|
Wurmb erreichten Maximilian Klose und Andreas Frank erst im letzten Wettkampf die Führungsposition. Sie setzten sich damit zum ersten Mal seit ihrer ersten Teilnahme im Jahr 2006 an die Spitze der Jungen Briefmarkensammler.
Mit ihrer Wettbewerbs-Ausstellungssammlung „Freimarken: Blumen“ erreichten sie die zweithöchste Beurteilungsklasse „Vermeil“. Dieses Exponat wurde in der Gruppe vor Ort gestaltet.
Die weiteren Wettkampfteile beinhalteten Sachliches und Philatelistisches zum Thema
|
|
Bauernhof. Insbesondere musste eine Mini-Sammlung vor Ort erstellt werden, an die selbstverständlich höchste Ansprüche gestellt wurden. Die philatelistisch wichtigste Aufgabenstellung fand sich im letzten Wettkampfabschnitt. Dort war besonderes Fachwissen gefragt. Postalische Belege mussten bestimmt und ihrer Bedeutung nach eingeordnet werden. Die beiden Sulzbacher Briefmarkensammler Maximilian und Andreas haben diese Aufgabe meisterhaft absolviert und haben so verdient den Meistertitel in die Herzogstadt in der Oberpfalz geholt. Bereits im vergangenen Jahr konnten Maximilian Klose und Andreas Frank zusammen mit ihrem Gruppenleiter Dr. Heiko Übler den Vizemeistertitel in Schwerin erringen. Nun können die Jungen Briefmarkenfreunde die Meisterschale für ein Jahr behalten und wollen ihren Titel 2012 verteidigen.
Nach 2007 wird im Jahr 2012 zum zweiten Mal die Deutsche Meisterschaft ausgerichtet. Diese wird vom 20. bis 22. April 2012 stattfinden. Teams aus der gesamten Bundesrepublik werden hier zum Wettkampf erwartet. Das Thema wird sein: „Bergbau und Hüttenwesen“. Ein Rahmenprogramm ist ebenfalls vorgesehen sowie ein Großtauschtag für Briefmarken und Ansichtskarten.
|
|
Dr. Heiko Übler
|
|
|
|
Hammelburg (LGO). Zu diesem großartigen Erfolg möchte ich dem Landesring persönlich und im Namen des Landesverbandes ganz, ganz herzlich gratulieren! Eine nicht zu unterschätzende Leistung, die unser bayerischer Landesring – nun bereits wiederholt – vollbracht hat.
Unser herzlicher Dank geht deshalb an die Hauptverantwortlichen aus der bayerischen Jugend, die diese Erfolge in den letzten Jahren erzielten, an Aenne Hotter, Wolfgang Wurmb und Dr. Heiko Übler!
Es steckt also doch ein erhebliches Potential in manchen Jugendgruppen, verständlicherweise nicht in allen. Verständlicherweise, weil vielen Jugendgruppenleitern bei ihrem Engagement heutzutage Grenzen – meist beruflicher Art – gesetzt sind.
Dennoch müssten eigentlich diese Erfolge für den einen oder anderen Verein ein kleiner Anreiz sein, es doch (wieder einmal) mit einer Jugendgruppe zu versuchen. Aber: Erst den Gruppenleiter suchen, dann die Gruppe gründen!
|
|
Es wird nicht an Hilfen seitens des Landesringes und des Landesverbandes mangeln, aber den Grundstein müssen die Vereine legen, das geht nicht „aus der Ferne“! Der Landesverband hat auf seiner letzten Vorstandssitzung beschlossen, die Fahrt- und Teilnahmekosten des Wettbewerbsteams aus Bayern bei der Deutschen Meisterschaft, die nach dem Zuschuss der DPhJ noch offen sind, zu übernehmen.
Wir sind übrigens der Überzeugung, dass die Teilnahme an diesem Wettbewerb auch den Jugendlichen in Eurem Verein sehr viel Freude bereitet hätte! Also – wann sind Eure Jugendlichen mit dabei?
|

|
|
Ludwig Gambert (LGO)
|
|

|
|
|
|
Region Oberpfalz Zum 80. Geburtstag von Karl Bauer
|
|

|
Wer von den bayerischen Sammlern kennt ihn nicht? Karl Bauer, am 16. Mai 1931 in Passau geboren, beging seinen 80. Geburtstag und zeigte sich noch kein bisschen müde, besonders was seine sammlerischen Aktivitäten betrifft. Das Sammeln von Briefmarken begann er nach eigener Aussage bereits mit 5 Jahren, als ihm sein Großvater schon den Umgang mit Lupe und Pinzette lehrte.
Durch die beruflichen Ortsveränderungen des Vaters, der als Eisenbahner in der Kriegszeit unter anderem nach Mies und Eger versetzt wurde, gelangte er nach kurzzeitigem Kriegseinsatz mit Verwundung schließlich nach Regensburg, wo er heute noch daheim ist. In Regensburg schloss er sich bereits als Jugendlicher dem damaligen Verein an, dem er heute über 60 Jahre angehört. Bereits in den ersten Nachkriegsjahren betrieb er dank seiner Englischkenntnisse mit den amerikanischen Besatzern einen
|
|
schwunghaften Handel mit den von ihnen so gesuchten Marken mit Hitler- und Hakenkreuzmotiven, so dass er im Tausch gegen „Naturalien" sich und die Familie einigermaßen gut über diese schwere Zeit brachte.
Im Verlauf von nunmehr 75 Jahren Sammeltätigkeit machte er fast alle Höhen und Tiefen durch, die man als engagierter Sammler durchmachen kann. Seit fast 50 Jahren beschäftigt er sich neben seiner beruflichen Tätigkeit als Inhaber eines Architekturbüros im wesentlichen mit dem Sammeln von Poststempeln und -scheinen. Sein Sammelgebiet umfasst dabei bis 1900 ca. 40.000 Postorte der altdeutschen Staaten, von Österreich-Ungarn, Frankreich und Lombardei-Venetien und daneben noch Spezialgebiete wie Postzensuren, Zeppelinfahrten, usw. - seinem Tatendrang scheint dabei kaum ein Ende gesetzt zu sein.
Sein umfangreiches Wissen, insbesondere was Stempel betrifft, gibt er gerne an hilfesuchende Sammler weiter. Er hat an über einem Dutzend Handbüchern, Katalogen und philatelistischen Schriften mitgewirkt. Natürlich ist er im Verlauf der vielen Jahre auch zu einer Menge philatelistischer Auszeichnungen, Ehrungen und Medaillen gekommen.
Mit seinen nunmehr 80 Jahren gestaltet und vervollständigt er mit ungebrochenem Spaß seine umfangreichen Sammlungen, so dass wir ihm nur weiterhin Gesundheit für noch viele gute Jahre in Sammlerfreude wünschen!
Hermann Gröger
|
|
|
|
Region Mittelfranken Eine Ära geht zu Ende
Briefmarken- und Münzfreunde Lauf u. U. verabschieden ihren langjährigen 1. Vorsitzenden
Bei der diesjährigen Hauptversammlung des Vereins am 3. Februar machte Helmut Summer nach 41 Jahren im Vorstand, davon sage und schreibe 37 Jahre als 1. Vorsitzender des Vereins Ernst. Der Abschied vom Vorsitz verlief sehr harmonisch. Helmut Summer wurde vom Verein zum ersten Ehrenvorsitzenden ernannt. Zahlreiche Ehrungen verdienter Mitglieder folgten auf eine Rückschau auf lange Jahre äußerst erfolgreicher Vereinsarbeit.
Mit Helmut Summer tritt ein Mann in das zweite Glied, der es wie kein Anderer verstand unser philatelistisches Hobby mit Leben zu erfüllen. Seine Arbeit war immer von großer Sachkunde geprägt, gepaart mit der Freude am Reisen. Er organisierte zahlreiche Fahrten des Vereins zu nationalen und internationalen Briefmarkenschauen. Das jährliche Sonderpostamt im Rahmen des Laufer Altstadtfests mit eigenem Stempel war auch seine Initiative um nur einige Höhepunkte zu nennen.
|
|
 Regionalbeirat Jörg Maier bei der Hauptversammlung des Vereins mit dem scheidenden Vorsitzenden Helmut Summer und dem neuen Mann Andreas Ellner (v.l.n.r.)
|
Er war es, der „seinen“ Verein mit großem persönlichem Engagement auf ein solides finanzielles Fundament stellte. In seiner Amtszeit wuchs der Verein auch auf über 100 Mitglieder.
Andreas Ellner, der einstimmig zum neuen 1.Vorsitzenden gewählte Nachfolger, dankte Helmut Summer für seine Arbeit und kann die Ideen des Vereins damit solide finanziert umsetzen. Zum 50-jährigen Vereinsjubiläum dieses Jahr im November wird sicher nochmals Gelegenheit sein, auf die erfolgreiche Vereinsführung von Helmut Summer zurück zu blicken.
|
|
Andreas Ellner
|
|
|
|
Region Oberfranken West 50 Jahre Briefmarken- und Münzfreunde Oeslau u. U. 96472 Rödental
Am 10. Juni 1961 fanden sich 21 Briefmarken-Sammler in der Bahnhofsgaststätte in Oeslau zusammen. An diesen Tag wurde die Briefmarken- und Münzfreunde Oeslau gegründet.
Der Verein zählt zum heutigen Tage 70 Mitglieder. Hat aber, wie viele andere Vereine auch das Problem, neue, aber vor allen junge Mitglieder zu gewinnen. Zwei mal im Monat treffen sich die Mitglieder zu ihren Vereinsabenden, an denen immer viel getauscht, informiert und diskutiert wird.
Zum 50-jährigen Jubiläum wird der 35. Oberfrankentauschtag am 8. Oktober 2011 von 10 Uhr – 16 Uhr und am 9. Oktober 2011 von 9 Uhr – 15 Uhr in der Domäne Rödental, Kronacher Str. 11 mit einer großen Werbeschau ausgerichtet. Das Ziel ist, eine breite Öffentlichkeit mit dieser Ausstellung anzusprechen, die Vielfalt der Sammlertätigkeiten aufzuzeigen und unser Hobby für neue Mitglieder attraktiv und interessant zu machen.
Weiterhin wird eine Sonderausstellung zum Jubiläum „40 Jahre Rödental“ zu sehen sein. Hier werden Bilder von den verschiedenen Ortsteilen und Veranstaltungen gezeigt.
Die Deutsche Spielzeugstraße (Beginn in Waltershausen in Thüringen bis nach Zirndorf im Kreis Fürth) wird am Samstag mit ihrem Spielmobil für Kinder und Jugendliche vertreten sein.
|
|

|
|
Ein zusätzlicher Anziehungspunkt unserer Veranstaltung wird das Team „Erlebnis Briefmarken“ der Deutschen Post sein, die zwei Sonderstempel mitbringen. Passend dazu werden auch Belege angeboten.
Hartmut Scholz
|
|
|
|
Region Niederbayern Briefmarken und ein Sonderstempel zu den Agnes-Bernauer-Festspielen in Straubing
Weit über die regionalen Sammlerkreise hinaus ist der Philatelisten-Club Straubing im ostbayerischen Raum und darüber hinaus dafür bekannt, herausragende Jubiläen oder Ereignisse der Stadtgeschichte philatelistisch zu dokumentieren. Nachdem die im Vorjahr vom Philatelisten-Club aufgelegte Marke zum 500. Geburtstag Ulrich Schmidls (siehe LV aktuell 310) binnen Tagen ausverkauft war, folgen heuer zwei Portocards mit je zwei Marken zu den Agnes-Bernauer-Festspielen. Außerdem wird es zum Motiv der Briefmarken passend wieder einen Agnes-Bernauer-Sonderstempel geben.
Grundlage der Agnes-Bernauer-Festspiele ist die tragische Liebesgeschichte zwischen einem Herzogssohn und einer Badertochter. Im Februar 1428 lernte Albrecht III., einziger Sohn und Thronfolger des Wittelsbacher Herzogs Ernst, Regent des Herzogtums Bayern-München-Straubing, der Geschichte zufolge die Augsburger Badertochter Agnes Bernauer kennen und lieben.
Der Baderstand galt im Mittelalter zwar als unehrenhaft, trotzdem heiratete Albrecht Agnes wahrscheinlich heimlich. Die politischen Folgen der zwar theologisch gültigen, aber unstandesgemäßen Winkelehe waren abzusehen.
Unter dem Vorwurf des Majestätsverbrechens, der Zauberei (Hexerei) und Landesschädigung wurde sie zum Tode verurteilt. Während Albrecht zur Jagd in Landshut weilte, wurde Agnes Bernauer am 12. Oktober 1435 in der Donau zu Straubing ertränkt.
|
|

|
Stempel und Markenbilder zeigen Motive des Straubinger Kunstmalers Alois Koch. Er gilt als künstlerischer Chronist, der die Festspiele jahrzehntelang mit Pinsel und Palette begleitete und dabei Hunderte von Zeichnungen und Aquarellen der Proben und Aufführungen fertigte. Diese stellen so zugleich eine Hommage an den großen Straubinger Maler dar. Die Vorlagen wurden freundlicher Weise von Alois Kochs Tochter, Frau Brigitte Niefanger, zur Verfügung gestellt.
|
|
Die Marken und der Sonderstempel wurden am Freitag, den 24. Juni, dem Premierentag im Hotel - Gaststätte Röhrl vorgestellt. Mitglieder des Festspielvereins verliehen in ihren historischen Kostümen dieser Feier einen würdigen Rahmen. Die Festspiele dauern noch bis zum 24. Juli 2011.
Weitere Informationen beim Philatelisten-Club unter Telefon (09421) 72645.
Karl-Heinz Kaupert
|
|
|
|
Region Niederbayern Passau – ein Verein besucht Opatija
Unser diesjähriger schon traditioneller dreitägiger Vereinsausflug zu einem philatelistischen Großereignis führte uns diesmal nach Opatija in Kroatien zur Alpen-Adria Rang 1 Ausstellung im Hotel Kvarner. Nach einem kleinen Frühstück mit Kaffee und Butterbrezen erreichten wir nach einer weiteren kurzen Pause unser erstes touristisches Ziel die Adelsberger Grotten bei Postojna in Slowenien. Schon im 17. Jahrhundert wurde
|
|

|
über den damals bekannten Teil der Höhle, besonders aber über ihre Bewohner die Grottenolme, berichtet. Die Gänge mit einer Gesamtlänge von 21 km entdeckte später ein Slowene als er die Grotte 1818 für den Besuch des österreichischen Kaisers Franz I. schmückte. Wir konnten mit einer Elektrobahn in die größte Schauhöhle Europas mit den etwa 5 km langen Besichtigungswegen fahren. Zu Fuß ging es dann weiter durch die vielen verschiedenartigen Höhlen mit immer neuen Strukturen.
|
|
Gegen Abend erreichten wir ohne jegliche Schwierigkeiten an der kroatischen Grenze unser 4-Sterne Hotel Admiral. Nach einem üppigen und sehr schmackhaften Abendessen erkundeten wir noch zu Fuß das nächtliche Opatija, um uns dann nach einem Abendtrunk zur nächtlichen Ruhe zu begeben.
|
|
Am nächsten Vormittag wanderten wir zu Fuß zum Hotel Kvarner, um die Rang-1-Ausstellung zu besichtigen. Neben der kroatischen waren auch die Postverwaltungen von Deutschland, Österreich, China und Albanien mit einem Verkaufsstand vertreten. Die Ausstellungsobjekte waren weitgehend hervorragend aufgemacht, wenn auch einige Objekte sicherlich bei uns nicht dem Rang 1 entsprachen. Bedauerlicherweise waren die Beurteilungen der Jury nicht zu sehen.
|

|
|

|
Für den Nachmittag war eine Führung in Moscenice durch den ehemaligen Bürgermeister des Ortes vorgesehen, der uns allen unvergesslich bleiben wird, erinnerte er doch stark an Don Camillo und Peppone: Der Bürgermeister hat vom Ortsbrunnen bei der Kirche etwa 4000 kleine Fläschchen Wasser abfüllen lassen und diese als „Potenzwässerchen“ zu Gunsten der Ortsverschönerung an Touristen verkauft. Das war dem Pfarrer des Ortes ein Dorn im Auge. Daraufhin hat der Bürgermeister mit
|
|
ihm vereinbart, dass er alle Touristengruppen zuerst in die Kirche bringt, der Pfarrer eine Führung durch die Kirche macht und anschließend Postkarten und ein Büchlein zur Geschichte der Kirche verkaufen kann. Damit war der Friede wieder hergestellt und das Potenzwässerchen hat bewirkt, dass sogar Bürgermeister und Pfarrer am Ende zufrieden waren. Mit einem Grappa mit Zitrone oder Honig wurde die Kauflust geweckt und ich denke, jeder hat von Moscenice ein Andenken mit nach Hause gebracht.
|
|

|
Unsere Heimreise erfolgte nun über Triest um das Schloss Miramare zu besichtigen. Auf den ersten Blick sieht das Schloss aus wie Italiens Antwort auf Schloss Neuschwanstein. Doch weit gefehlt: es wurde von einem Habsburger erbaut. Über jeden Zweifel erhaben ist seine beinahe magische Ausstrahlung und märchenhafte Lage direkt an der Adria. Schloss Miramare war der königliche Wohnsitz von Erzherzog Ferdinand Maximilian. In seinem Innern hat sich Schloss Miramare den Zauber der Vergangenheit bewahrt.
|
|
Xaver Münichsdorfer
|
|
|
|
Literatur Horst Zeisig: München und Bayern auf Briefmarken
|
|
„Es scheint anachronistisch zu sein, sich in der heutigen Zeit mit Briefmarken zu beschäftigen“ schreibt der bekannte Münchener Philatelist Horst Zeisig in seinem Vorwort und beweist dennoch auf den folgenden knapp 50 Seiten, dass Briefmarken bis in die Jetzt-Zeit spannende, informative und leicht verständliche Aussagen nicht nur für die Sammler bereithalten.
In Bilderbuchform wird über Geschichte, Kultur, Kunst, Sport, Personen und vieles mehr aus München und Bayern erzählt, anhand der Chronologie bayerischer und deutscher Briefmarken abwechslungsreich gestaltet. Soll man einem Nichtsammler erklären, was denn an Briefmarken so Besonderes ist: man drücke ihm dieses Büchlein in die Hand und er wird verstehen, was diese kleinen Kunstwerke einem mitzuteilen vermögen. Durch die professionellen farbigen Reproduktionen und den hochwertigen Druck ist das Buch die gelungene Umsetzung einer Idee, mit Briefmarken eine fesselnde, kurzweilige, bunte Story zu erzählen.
|

|
|
MünchenVerlag 2010, VP 7,80 €, ISBN 978-3-937090-50-4
|
|
|
|

|
|
Region München Termine der Eisenbahner
100 Jahre Eisenbahn
|
|

|
Die Eisenbahnstrecke Schliersee – Fischbachau - Bayrischzell wird 100 Jahre alt. Zu diesem Jubiläum findet am 10. Juli 2011 eine Festveranstaltung statt. An allen drei Bahnhöfen wird mit Blasmusik und buntem Programm gefeiert. Ein Dampfzug wird auf der Strecke für Nostalgie sorgen.
Die Deutsche Post und die Eisenbahnerphilatelisten München sind mit einem Stand in Bayrischzell vertreten. Ein Sonderstempel mit dem Dampfzug wird abgegeben. Ein Sonderumschlag wird von den Eisenbahnerphilatelisten aufgelegt und
|
|
ist am Stand erhältlich. Der Umschlag ist bei Hans G. Schlicht, Baubergerstr. 26e, 80992 München, erhältlich.
Tauschtag der Eisenbahner 2012
Der beliebte Tauschtag der Eisenbahner am 2. Sonntag im Januar in der Kantine der DB-Direktion ist Geschichte. Im Januar 2011 fand der Tauschtag unter der Leitung der Arbeitsgemeinschaft Münchner Philatelistenvereine in München-Pasing im Hotel zur Post statt. Leider war der Saal zu klein und zu dunkel, so dass es Beschwerden gab und der Veranstalter nicht glücklich war. Ein neuer Saal wurde gesucht.
In Zusammenarbeit mit der ARGE Münchner Philatelistenvereine und dem Vorsitzenden der Eisenbahnerphilatelisten München, Hans-G. Schlicht, wurde ein neuer großer, zentraler und heller Saal gefunden. Der nächste Tauschtag der Eisenbahner findet am Sonntag, den 8. Januar 2012, im großen Saal des Kolpinghauses, Adolf-Kolping-Str.1, München, von 9 – 16 Uhr, statt. Das Kolpinghaus befindet sich direkt am Münchner Stachus, hinter dem Kaufhof und ist somit mit U-, S-, und Straßenbahn zentral erreichbar. Auch für die Autofahrer ist gesorgt: Sonntags sind alle Parkplätze rundum leer und kostenfrei. Die Veranstaltungsleitung übernimmt die ARGE Münchner Philatelistenvereine. Für den Sonderstempel sorgen die Eisenbahner.
Hans G. Schlicht
|
|
|
|
Thematische Philatelie Bayern e.V.
Philatelistisches Wochenende in Pleystein/Oberpfälzer Wald
Die Stadt Pleystein erhielt vor 680 Jahren das Stadtrecht und sieht sich als liebenswert, „steinreich“ wegen des Felsens aus Rosenquarz im Zentrum, und als ein Ort mit Geschichte. Und genau in dieser Rosenquarzstadt werden wir unser philatelistisches Wochenende vom 26. bis 28. August 2011 genießen. Untergebracht werden wir im Hotel Zottbachhaus.
Nach der Anreise am Freitagnachmittag treffen wir uns zum gemütlichen Beisammensein im Nebenzimmer des Zottbachhauses.
Am Samstag ist eine ganztägige Exkursion vorgesehen. Es geht mit Privat-PKW unter anderem nach Oberviechtach ins Eisenbarth-Museum und zur Burgruine Obermurach. Eine kleine Wanderung bringt uns zu den Spuren des Goldbergbaues. Zum Festabend haben wir den großen Saal des Zottbachhauses belegt. Nach dem Abendessen beginnt der Bunte Abend mit Tombola, Auktion, Tausch und Plausch.
Am Sonntag tagen die Arbeitsgemeinschaften Film-Kino-Fernsehen, Deutsche Geschichte und die Thematische Philatelie Bayern. Gegen 16:00 Uhr ist die Abreise geplant.
Selbstverständlich sind auch Mitglieder des Bundes Deutscher Philatelisten herzlich eingeladen. Wer neugierig ist, kann gerne bei Johan B. A. van Soeren, Wiesenweg 74, 91088 Bubenreuth, Näheres erfahren. Pleystein ist gut über die Autobahn A 6 in Richtung Waidhaus zu erreichen.
Klaus-Peter Binanzer
Thematiksammler aufgepasst!
Die Arbeitsgemeinschaft Thematische Philatelie Bayern e.V. wurde von einigen thematisch orientierten Sammlern 1967 gegründet.
Die Thematiker aus dem Raum Nürnberg und Nordbayern treffen sich 6-mal im Jahr jeweils samstags im Restaurant „Afroditi“, Tennenloher Straße 3, 91054 Buckenhof (Erlangen). Die nächsten Termine bis zum Jahresende 2011 sind der 2. Juli, 17. September und der 26. November jeweils von 14.00 – 17.00 Uhr.
Die Sammlerfreunde aus dem Raum München und Südbayern treffen sich jeden 1. und 3. Mittwoch im Monat ab 19.00 Uhr in der Gaststätte „Zum Meisterverein“, Friedenstraße 26a, 81671 München (nahe Ostbahnhof).
Gäste sind immer willkommen. Bitte zu allen Treffen Tauschmaterial mitbringen!
Klaus-Peter Binanzer
|
|
|
|
Rechtsschutzversicherung für Mitglieder des BDPh
Wie bekannt sein dürfte, besteht für alle Mitglieder des BDPh eine Rechtsschutzversicherung. Viele wissen aber dennoch nicht, wer bzw. was versichert ist und wie in einem Rechtsstreit vorzugehen ist. Um diese Unklarheiten zu beseitigen, möchte ich das im Dezember 2008 vom BDPh erstellte (und vom LV zur Verdeutlichung ergänzte) Merkblatt „Rechtsschutzversicherung“ nachstehend allen Mitgliedern des LV-Bayern auch auf diesem Weg zur Kenntnis bringen.
Ich hoffe, dass damit Fehlinterpretationen – wie in der Vergangenheit geschehen – vermieden werden.
Euer LUDWIG GAMBERT
EINLEITUNG :
Zu unterscheiden ist die Inanspruchnahme des Sammlerschutzes von der Inanspruchnahme der Rechtsschutzversicherung.
Der Sammlerschutz, der in den Landesverbänden und in einer Bundesstelle des BDPh e.V. organisiert ist, ist in jedem Fall kostenlos, jedoch nicht die Inanspruchnahme der Rechtsschutzversicherung!
|
|
LV-Bayern :
Fachstelle Sammlerschutz des LV-Bayern Dr. Heiko Übler Luitpoldplatz 24 92237 Sulzbach-Rosenberg Tel : 09661-53201 Email : dr.uebler@ra-uebler.de
|
BDPh :
Fachstelle Sammlerschutz des BDPh RA Helmut Kaiser Seestraße 25c 63791 Karlstein Tel : 06188-81144 Email : helmut.o.kaiser@web.de
|
|
Erst wenn die Bemühungen der Sammlerschützer gescheitert sind, kann die Rechtsschutzversicherung für Mitglieder im BDPh e.V. in Anspruch genommen werden.
Für diese Versicherung gelten hierbei nachfolgende Ausführungen:
A . Wer ist versichert ?
a) Versichert sind die Mitglieder des einem Mitgliedsverband des BDPh e.V. angeschlossenen Vereins.
b) Die BDPh e.V. Direktmitglieder
Nicht versichert sind gewerbsmäßige Briefmarkenhändler. Nicht versichert sind Vereine.
B . Was ist versichert ?
a) Versichert ist die Geltendmachung rechtlicher Interessen aus schuldrechtlichen Verträgen bei Kauf, Tausch oder Verkauf von philatelistischem Material aller Art.
b) Versichert sind bei Rundsendeheften auch der Herausgabe- und der Schadens- ersatzanspruch.
Zu beachten ist:
1. Die Wahrnehmung rechtlicher Interessen von versicherten Personen untereinander ist mitversichert. 2. Die Versicherung tritt nur ein, sofern der Streitwert 150,- Euro übersteigt.
3. Es besteht ein Selbstbehalt von 102,- Euro, d.h.: Jeder, der die Versicherung in Anspruch nimmt, muss sich mit (höchstens) 102,- Euro an den Rechtsschutzkosten beteiligen. 4. Die Höchstsumme je Schadensfall beträgt 52.000,- Euro.
5. Die Versicherung tritt nicht ein in Fällen mit Auslandsberührung (z.B.: wenn der Schuldner im Ausland wohnt).
C . Was zahlt die Versicherung ?
Der Umfang der Leistungen ergibt sich aus § 2 der Allgemeinen Bedingungen für die Rechtsschutz-versicherung.
Danach bezahlt die Versicherung u.a.:
a) Die gesetzliche Vergütung eines für das Mitglied tätigen Rechtsanwalts.
b) Die Gerichtskosten einschließlich der Entschädigung für Zeugen und Sachverständige, die vom Gericht herangezogen werden, sowie die Kosten des Gerichtsvollziehers.
c) Die dem Gegner bei der Wahrnehmung seiner rechtlichen Interessen entstandenen Kosten, soweit der Versicherungsnehmer zu deren Erstattung verpflichtet ist.
D . Wie erlangt das Mitglied Rechtsschutz ?
a) Das Mitglied wendet sich mit einer Schilderung des Sachverhaltes und unter Vorlage des bisherigen Schriftwechsels an die Bundesstelle Sammlerschutz oder ggf. an den Sammlerschutz seines Landesverbandes. Er nennt hierbei seine Mitgliedsnummer und erklärt sich zur Frage, inwieweit er gewerbsmäßig Briefmarkenhändler ist. b) Nach Vorliegen der unter Punkt D. a) genannten Voraussetzungen prüft der Sammlerschutz den Vorgang und schreibt den Gegner zum Zwecke einer gütlichen Einigung an und bittet ihn um eine Stellungnahme. c) Führt dies nicht zu einer Erledigung des Vorgangs, so entscheidet die Bundesstelle Sammlerschutz, ob Rechtsschutz eingeholt wird. d) Rechtsschutz wird eingeholt, wenn 1. der Streitwert den Betrag von 150,- Euro übersteigt 2. das Mitglied gegenüber der Bundesstelle Sammlerschutz schriftlich sein Einverständnis mit dem Selbstbehalt von 102,- Euro erklärt hat. 3. der Vorgang hinreichende Aussicht auf Erfolg bietet und 4. nicht mutwillig erscheint. e) Die Bundesstelle Sammlerschutz teilt dem Mitglied das Vorliegen der Kostenzusage schriftlich mit. f) Mit diesem Schreiben kann sich das Mitglied an einen Anwalt seines Vertrauens wenden, wenn ihm nicht im Einzelfalle bereits ein geeigneter Anwalt genannt wird.
|
|
|
|

|
|
|