Heft 2/308 Juli 2010

 
LVaktuell

Heft 2 / 308

Juli 2010
 

LVaktuellNeuKl

Inhaltsverzeichnis:
Grußwort 1. Vorsitzender
Protokoll zur Jahreshauptversammlung 2010
Jahresbericht des 1. Vorsitzenden
Alpen-Adria 2010
ArGe Thematische Philatelie Bayern e.V.
     Thematisches Seminar:
     “12 Blatt in einem Rahmen: Herausforderung für Präsentation und Ausarbeitung”

Region München
     Salon des Münchener Briefmarken-Club e. V.

Region Oberpfalz
     Tolle Festtage in Cham

ArGe Thematische Philatelie Bayern e.V.
     Philatelistisches Wochenende in Cham

Region Oberpfalz
     Robert Snyder verstorben

Region Oberpfalz
     Amberger Altstadtfest

Region Mittelbayern
     Zum Jubiläum “175 Jahre Deutsche Eisenbahn”

Region Oberbayern-Ost
     150 Jahre Eisenbahn in Traunstein
     150 Jahre Bahnhof Bad Endorf

Region Oberfranken-Ost
     Ausstellung “Zur Postgeschichte Roßenthal (Reuß) und Blankenstein/Saale”

Region Mittelfranken
     Übergabe der Sondermarke “Mensch ärgere Dich nicht”

Region Unterfranken
     130 Jahre Verein Für Briefmarkenkunde Würzburg von 1880 e. V.

Philatelisten Club Braunau-Simbach
     “Ein Streifzug durch Bosniens Postgeschichte”

Redaktionsschluss

Philatelie zum Genießen
beim Tag der Briefmarke in Cham

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nicht nur für Sammler!

Grußwort 1. Vorsitzender

Der Wahnsinn!

Plötzlich störten klingelnde Handys die Idylle. Mehrfach der Satz: „Wir möchten zahlen!“ im Cafe, begleitet von ungläubigem Kopfschütteln. Ratlose Ehefrauen, zweifelnde Blicke! Was man zunächst beim Telefonat für ein wildes Gerücht gehalten hatte, verdichtete sich nach mehrfachen Rückrufen und Nachfragen bei neutralen Stellen zur Gewissheit. Angesagt war nun der eilige Rückzug aus der Einkaufsmeile. Nur nicht in wilde Flucht ausarten lassen, Würde beim Rückzug bewahren!
 

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Was war an Unglaublichem geschehen, das unsere Ehefrauen – sonst die Ruhe selbst – so in Wallung versetzt hatte? Welches wichtige Ereignis hatte sie von ihrem besinnlichen Latte-Genuss aufschrecken können? Was konnte sie bewogen haben, ihre vertrauten Geschichten über die Nachbarschaft, misslungene Rezepte und die Pflege diverser Wehwehchen abrupt zu beenden?

Das war es: Der Landesverbandstag 2010 war zu Ende! – und das mehrere Stunden vor dem voraussichtlichen Abschluss! Fassungsloses Staunen breitete sich aus. Wollten die Ehemänner sich plötzlich revanchieren für die zahllosen Wartestunden, die treue Gattinnen auf Tauschtagen und bisherigen Landesverbandstagen schon geopfert hatten? Wollten sie sich revanchieren für die Erlaubnis ihrer besseren Hälfte, größere Teile der Haushaltsgelder in – natürlich gewinnbringende – Sammlerstücke zu stecken? Nun, es wird niemals endgültig zu klären sein! Nehmen wir es also wie es ist und tragen es mit Fassung!

Im Ernst: Wir von der Vorstandschaft des Landesverbandes möchten uns sehr herzlich dafür bedanken, dass in diesem Jahr alles wesentlich reibungsloser über die Bühne ging als gewohnt. Haben unsere Appelle gefruchtet, die Beiräte möchten Probleme bereits vor dem LV-Tag aus dem Weg räumen um diesen nicht unnötig in die Länge zu ziehen? Haben viele eingesehen, dass zeitraubende schriftliche Abstimmungen nichts bringen? Es sind ja bei der Akklamation ebenfalls Gegenstimmen (per Stimmkarte) möglich!

Auf jeden Fall hat sich bereits wenige Tage nach dem LV-Tag jemand gemeldet und sich für einen – kurzen - Fachvortrag 2011 bereit erklärt. Dazu sei ja offensichtlich nun wieder die Zeit vorhanden. Wie wahr …

Wir bedanken uns auf jeden Fall für den harmonischen Tag sowie das in uns gesetzte Vertrauen und hoffen auch in Zukunft weitere Landesverbandstage dieser – oder noch besserer - Art abhalten zu können!

Für die Vorstandschaft
LUDWIG GAMBERT

 

Protokoll zur Jahreshauptversammlung 2010

62. Landesverbandstag am 30. Mai 2010, 10 Uhr
Cham, Hotel am Regenbogen

Versammlungsleiter: 2. Vorsitzender Erhard Ansorge

Tagesordnung:
 

1.

Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden des gastgebenden Vereins, Briefmarkenfreunde Cham und Umgebung e.V., Hans-Joachim Deichert

Der Vorsitzende Hans Joachim Deichert begrüßte die Anwesenden zum 62. Landesverbandstag. Er gab einen kurzen Bericht über den Verein, dessen Tätigkeit und dessen Historie. Er wünschte der Versammlung einen ruhigen und harmonischen Verlauf für unser wunderschönes Hobby.
 

2.

Eröffnung durch den 1. LV-Vorsitzenden, Ludwig Gambert

Der 1. Vorsitzende bedankte sich bei Herrn Hans-Joachim Deichert für die Ausrichtung des LV-Tages, der Rang 3 Ausstellung und des Tags der Briefmarke.

Ludwig Gambert stellte zunächst die ordnungsgemäße Einladung und Beschlussfähigkeit fest. Er begrüßte die Bürgermeisterin von Cham, Frau Bucher, und bedankte sich bei ihr, den Briefmarkenfreunden Cham, den Juroren, den Ausstellern, dem Vertreter des BDPh, Herrn Kroog, sowie bei den Vereinen und Verbänden, insbesondere dem Vertreter der bayerischen Jugend, Herr Wolfgang Wurmb, der seit kurzem stellvertretender Vorsitzender der DPhJ ist.

Der Verband gedachte der im vergangenen Jahr verstorbenen Mitglieder durch eine Schweigeminute.

Entschuldigt sind Herr Adler, Herr Geier und Herr Blessing.

Ludwig Gambert eröffnete die Veranstaltung.
 

3.

Grußwort des BDPh durch Herrn Theodor Herbert Kroog, Gorleben, Mitglied
des Bundesverbandes

Herr Kroog überbrachte die Grüße des Präsidenten und des gesamten Bundesvorstandes.
 

4.

Grußworte der Ehrengäste

Bürgermeisterin Frau Bucher, Schirmherrin der Veranstaltung, begrüßte die Gäste, schilderte ihre Faszination für die ausgestellten Sammlungen sowie für die erzielten Erfolge und hob die Tätigkeit der Philatelisten für die Philatelie hervor.

Thorsten Pelant, 1. Vorsitzender des Landesverbandes Südwest, übermittelte die Grüße des benachbarten Landesverbandes und hob die gute Freundschaft hervor, bedankte sich für die ausgerichtete Veranstaltung durch die Briefmarkenfreunde Cham. Er überreichte ein Präsent an den Verbandsvorsitzenden Gambert.
 

5.

Wahl eines Protokollführers

Dr. Heiko Übler wurde vorgeschlagen und einstimmig gewählt. Er nahm die
Wahl an.
 

6.

Jahresbericht des 1. Vorsitzenden

Auf den beigefügten Jahresbericht wird verwiesen.
 

7.

Aussprache über den Bericht zu TOP 6 sowie über die schriftlich vorliegenden
Berichte der LV-Vorstandschaft, der LV-Stellen und der LVRegionalbeiräte.

Zu den Berichten wurden keine Aussprachen gewünscht.
 

8.

Bericht des Schatzmeisters

Roland Gleißner erläuterte den schriftlich vorliegenden Bericht und stellte das positive finanzielle Ergebnis vor. Er bedankte sich bei den Vereinen und deren Schatzmeistern, da die Zusammenarbeit wunderbar geklappt habe. Er freute sich über das harmonische Miteinander.

Er regte an, mit Veranstaltungen jeglicher Art Mitglieder zu werben.

Herr Schlicht fragte an, warum € 63.000,00 an den BDPh bezahlt worden seien, obwohl weniger Mitglieder vorhanden seien. Roland Gleißner teilte mit, dass der Stichtag für den BDPh der 15.3. sei, auf Grund dessen sei auch der Beitrag zu zahlen, die Mitgliederzahl im LV sei zum 30.11. berechnet, d.h. sie habe sich zwischenzeitlich verringert. Er teilte mit, dass er dies selbstverständlich überwacht, damit kein Betrag zu viel an den BDPh bezahlt wird.

Herr Schlicht fragte hinsichtlich der Reisekosten- und Fahrtkostendifferenz zwischen Abschluss 2009 und Haushaltsplan 2010 an. Roland Gleißner teilte mit, dass es sich um eine Planung handelt, in der Absicht Kosten zu sparen.
 

9.

Bericht der Kassenprüfer

Karl Ritschel bezog sich auf den abgegebenen Bericht. Der Beitragsrückstand von mehr als € 2.000,00 sei fast bezahlt worden und die Rahmenversicherung werde zukünftig geviertelt. Auf Rückfrage erklärt Roland Gleißner, dass die Rahmen zum Zeitwert versichert sind. Da die Rahmen schon sehr alt sind, rechnen sich die Beiträge zur Versicherung nicht. Die Vorstandschaft wird sich zudem hierüber Gedanken machen. Es wurde auch angeregt, Rücklagen für die Neuanschaffung der Rahmen zu bilden.
 

10.

Festlegung der Stimmenzahl

Wolfgang Wurmb referierte über die Stimmenzahl. Im Gegensatz zur versandten Liste sei der Verein Schwarzenbach/Saale ausgetreten, d.h. es steht insgesamt 1 Stimme weniger zur Verfügung. Er erläuterte weiter, dass lt. Satzung die Stimmrechte von der Bezahlung per 30.11. des Vorjahres abhängig sei.

Es seien 350 Stimmen möglich, davon seien 94 durch Vorsitzende vertreten und 106 durch Bevollmächtigte. 150 Stimmen wurden demnach nicht in Anspruch genommen.
 

11.

Abstimmung über die Entlastung des Vorstandes: 1. und 2. Vorsitzender
sowie Schatzmeister

Wolfgang Wurmb fragte nach dem Wunsch geheimer Abstimmung. Dies war nicht gewünscht.

Erhard Ansorge fragte nach Einzelabstimmung. Dies war nicht gewünscht.

Die Abstimmung ergab einstimmige Entlastung ohne Enthaltungen.
 

12.

Stellungnahme zu aktuellen Themen durch den Vertreter des BDPh

Herr Kroog sprach aktuelle Themen an.

Zunächst nahm er offiziell Stellung zum Rücktritt des BDPh-Schatzmeisters Franz Fischer. Dessen Aufgaben nimmt z.Zt. Hr. Franz Karl Lindner kommissarisch wahr.

Auf Nachfrage zu den Druckkosten der „philatelie“ gab er bekannt, dass eine neue Druckerei gefunden werden musste, da die vorherige insolvent sei. Insoweit waren Einsparungen auch zwischenzeitlich möglich, zu den genauen Preisen könne er jedoch keine Stellung nehmen.

Er teilte mit, dass der Verwaltungsrat beschlossen habe, den Philatelistentag nur noch alle zwei Jahre stattfinden zu lassen. Nach Fassung einer Meinung wurde im Vorstand mit Stimmenmehrheit 3:2 für den Zwei-Jahres-Turnus gestimmt. Präsident Hartig wandte sich jedoch dagegen.

Ein Philatelistentag sei für nächstes Jahr aufgrund der Beschlusslage nicht geplant. Auch sei für einen kleinen Verein der Philatelistentag kaum auszurichten.

Eberhard Höck fragte nach der Vorgehensweise bei der Einstellung des Pressesprechers
des BDPh. Herr Kroog teilte mit, diese Stelle sei in der „philatelie“ ausgeschrieben gewesen. Herr Peschl habe sich hierauf beworben. Es hätten sich insgesamt ca. 55 Leute beworben. Der Vorstand, bestehend aus Präsident, Vizepräsident und Schatzmeister haben Herrn Peschl hiernach ausgesucht und eingestellt.

Herr Kroog stellte noch die Schaffung der Briefmarken in Deutschland dar. Der BDPh habe nunmehr erreicht, dass die Marken individuell und Plusbriefe individuell mit Sonderstempel entwertet werden dürfen.

Aufgrund rechtlicher Vorschriften sei die Ausschreibung für Marken mit der Bezeichnung „Deutschland“ europaweit notwendig. Man wisse derzeit nicht, wer den Zuschlag bekomme.

Verantwortlich bei der Post seien zur Zeit Herr Friedl und Frau Ostermeier. Die Post sei unter Umsatzzwang, damit nicht die Gefahr der Abschaffung der EBTeams geschaffen werde. Er bat die Vereine hier um Unterstützung.
 

13.

Ehrungen

  • Karl Miltenberger und Rudolf de Haye erhielten die Verdienstmedaille des Landesverbandes für ihre Tätigkeiten, insbesondere für die auf der Alpen Adria 2009.
  • Walter Gabriel wurde für seine jahrzehntelangen Bemühungen bei örtlichen und überörtlichen Tätigkeiten als Vereinsvorsitzender, Ausstellungsleiter und LV-Beirat geehrt. Er legt sein Amt aus Altersgründen nieder.

    Auf Antrag von Ludwig Gambert wurde er einstimmig ohne Enthaltungen zum Ehrenmitglied des LV ernannt.
  • Die Ehrennadel des LV in Silber erhielt Fachstellenleiter und Sprecher der Fachstellen Thomas Höpfner.
  • Herbert Kroog erhielt eine Auszeichnung des LV für langjährige Treue und ein kleines Präsent.
     

14.

Ergebnisse des Mitgliederwettbewerbs

Sieger ist die Arbeitsgemeinschaft Bayern e.V. Die Ergebnisliste wurde bereits mit der Einladung verschickt. An die Anwesenden wurden die Schecks überreicht.
 

15.

Anträge – diese müssen bis zum 09.05.2010 beim LV-Vorstand gem. § 8.6 der Satzung schriftlich eingegangen sein

Es liegen keine Anträge vor.
 

16.

Beschlussfassung über den Haushaltsplan 2011

Der Antrag wurde einstimmig ohne Enthaltungen genehmigt.
 

17.

Vergabe des 63. LV-Tages im Jahre 2011

1. Vorsitzender Gambert erläuterte, dass Ochsenfurt sich bereit erklärt habe, den Verbandstag auszurichten, soweit möglich auf der Messe in München, auf Wunsch der Messegesellschaft am Samstag. Das Stattfinden der Messe 2011 steht zur Zeit noch nicht fest. Sein Antrag ging dahin, dass der LV-Tag alternativ auch in Ochsenfurt stattfinden kann, wenn eine Messe in München nicht stattfinden sollte.

Karl Ritschel teilte mit, dass vor 14 Tagen mit Herrn Aschoff vereinbart gewesen sei, eine Jugendklasse (etwa 40 Rahmen) und AK-Ausstellung (80 Rahmen) stattfinden zu lassen. Nun erfährt er, dass eine Rang 3 mit erweiterter Jugendklasse stattfinden soll. Die Veranstaltung 2012 wird er auf jeden Fall durchführen, auch ohne Messe.

Ludwig Gambert erläuterte, dass eine reine Jugend Rang 3 für die Messegesellschaft nicht ausreichend sei, deswegen sei eine Rang 3 mit erweiterter Jugendklasse vereinbart worden. Andererseits sei der Platz zur Durchführung der Ausstellung beschränkt. Er kündigte an, dass dies nicht vor Anfang Juli geklärt werden könne.

Aus dem Plenum gab es einige Bedenken, die Veranstaltung am Samstag abzuhalten. Die Mehrheit sieht kein Problem.

Die Abstimmung wurde zugunsten des Vereines Ochsenfurt mit 5 Gegenstimmen angenommen.

Zusätzlich wurde mit 5 Gegenstimmen angenommen, dass die Ausrichtung 2012 nach München, ebenfalls samstags, zu vergeben ist.

Für zukünftige LV-Tage haben sich schon jetzt beworben:

2013 Obernburg bei Aschaffenburg mit Rang 3
2014 Sulzbach-Rosenberg ggf. mit Rang 3

„Frankonia“ Wunsiedel bat um Terminabsprache, um Terminkollisionen mit der
eigenen 100-Jahr-Feier zu vermeiden (betrifft Obernburg).

Anträge zur Ausrichtung des Tag der Briefmarke wurden nicht gestellt.
 

18.

Verschiedenes – Anregungen und Wünsche

Ludwig Gambert kündigte an, dass sich Herr Thomas Henkel bereit erklärt habe,
sich die Position des LV Beirates im Bereich Oberbayern Ost zu überlegen.
 

 

RS20100203

Jahresbericht des 1. Vorsitzenden

Liebe Sammlerfreunde, verehrte Mitglieder,
meine Damen und Herren!

Auch in diesem Jahr möchte ich meinen Bericht damit beginnen, allen die mich tatkräftig unterstützt haben, von ganzem Herzen zu danken. Man hat damit den Landesverband gestärkt und viele haben erkannt dass es wichtiger ist denn je, einen starken Verband zu haben.

Einige haben dies jedoch auch verkannt. Es sind diejenigen, die den Verband verlassen haben, weil ihnen die Beitragserhöhung – ich zitiere aus einem Schreiben, dort „eine Unverschämtheit …“ genannt – als ein unüberwindliches Hindernis bei der Zusammenarbeit mit ihrem Verband und dem BDPh erschien. Wenn ein Landesverband nach über zehn Jahren Beitragsstabilität sich die Bitte erlaubt um 1,50 EUR im Jahr erhöhen zu dürfen – wie es der LV Bayern bei der letzten JHV getan hat und dafür auch die mehrheitliche Zustimmung bekommen hat, kann man wohl nicht von einer unverschämten Erhöhung sprechen.

Zum Thema Beitragsanpassung des BDPh selbst: Wir haben dieses Thema bei der letzten JHV ausführlich erörtert, ich habe eine Stellungnahme an die Schatzmeister der Vereine versenden lassen, ich habe dazu in der LV Aktuell berichtet, in der Zeitschrift philatelie gibt es dazu seitenweise Kommentare. Aber all das genügt manchen offensichtlich nicht, oder es wird nicht gelesen.

Wir sind uns darüber einig dass die vom BDPh veröffentlichten Begründungen nicht allen stichhaltig genug erscheinen, aber man sollte sich in einem solchen Fall direkt an den BDPh wenden. Wir vom LV haben in der letzten JHV eine Meinung gefasst und ich habe diese sowohl im Verwaltungsrat als auch bei der Abstimmung auf dem Bundestag rigoros vertreten. Meine Damen und Herren: mehr geht nicht! Wir leben in einer Demokratie – was einigen anscheinend nicht klar ist – und wir wurden überstimmt!

Gerade uns Bayern müsste eigentlich der Sinn des Ausspruches „Nachkarten bringt nichts!“ klar sein. Wer noch einen Beitrag zum Thema Beitragserhöhung liefern will – und das hat mit „Nachkarten“ nichts zu tun, sollte seine Energie dahingehend einsetzen dass er überlegt, wie man die Beiträge sinn- und verantwortungsvoll anlegen könnte. Und wer das toppen möchte, der sollte das auch noch an uns in der Vorstandschaft bzw. an den BDPh weiter geben. Nur so kommen wir weiter, nicht aber mit Stammtischparolen negativer Art!

Wie kürzlich eine persönliche Begegnung mit der Vorstandschaft eines Vereines gezeigt hat, wollen offensichtlich manche Vorstandschaften aber gar keine ehrliche Information – man könnte sonst wohl nicht mehr weiter meckern … So etwas stimmt mich traurig, leiden doch alle anderen durch die Verbreitung von Halb- und Unwahrheiten mit.

Ein anderes Beispiel, ich zitiere einen Vereinsvorsitzenden: „Die Veranstaltung hat uns überhaupt nichts gebracht, kein neues Mitglied“. Ende des Zitats. Was sollen wir von einer solchen Aussage halten, wenn zufällig ein Mitglied unserer Vorstandschaft dabei gestanden hat, als genau bei dieser Veranstaltung ein neues Mitglied seinen Beitritt beantragt und in dessen Anwesenheit einen Aufnahmeantrag unterschrieben wurde? Es steht jedem frei, sich ein Bild zu machen über solche Charaktere, ich gebe allerdings zu dass ich mit solchen Umständen ein echtes Problem habe.

Erneut geht ein ganz herzlicher Dank an die Vereine, die in diesem Jahr wieder eine Vielzahl verschiedenster Veranstaltungen durchgeführt haben. Es ist leider nicht möglich hier alle aufzuzählen, obwohl sicherlich alle eine Erwähnung verdient hätten. Selbst die kleinsten Aktivitäten, kleine Werbeschauen oder auch nur die eine oder andere Ausstellungstafel an einer publikumswirksamen Stelle aufgebaut, wecken das Interesse für unser Hobby. Gerade diese Arbeit an der Basis, gerade diese Gelegenheiten zur Präsentation unserer Vereinsaktivitäten sind für die Mitgliederwerbung Gold wert!

Eine Veranstaltung darf ich jedoch besonders hervorheben: Im März 2009 bei der IBB war eine hochkarätige Ausstellung der TAUMA zu bewundern. Der Verein hatte unter der Federführung unseres Karl Miltenberger eine Rang 2-Wettbewerbsausstellung in Angriff genommen und gleichzeitig die internationale ALPEN-ADRIA dazu eingeladen. Dadurch konnte die ALPEN-ADRIA wieder einmal auf bayerischem Boden durchgeführt werden. Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang die Festschrift des Vereins TAUMA, die meines Wissens noch in einigen Restexemplaren erworben werden kann. Dies kann nur empfohlen werden, die enthaltenen Artikel nebst den hervorragenden Abbildungen sind zweifellos ein Top-Angebot in Sachen Literatur. Alles in allem stellte dieses Unternehmen eine hervorragende Werbung für unseren Landesverband dar!

Das Thema Informationsfluss war ein Schwerpunkt des letzten Landesverbandstages. Was das Internet betrifft, konnte ich die Seite aktualisieren. Dank ergeht in diesem Zusammenhang an unseren Fachstellenleiter Thomas Bauer, der unseren Terminkalender eigenständig stets auf dem Laufenden hält.

Was meine Bitte um Rückmeldungen bezüglich von Änderungen im Vorstandsbereich der Vereine angeht, bzw. die Bitte um E-Mail-Adressen, so kann ich sagen dass diese Bitte nahezu ungehört bzw. vielleicht ungelesen verhallt ist. Leider, denn damit kann unser oranger Ordner nicht aktuell sein, kann im Bedarfsfall nicht schnell reagiert werden und gar Rundschreiben per E-Mail zu versenden ist derzeit eine absolute Utopie.

Bei Informationen vom bzw. über den BDPh bitte ich die Seite des BDPh zu nutzen und die philatelie zu lesen. Durch ihre monatliche Erscheinungsweise kann sie einerseits schneller sein als unsere LV Aktuell und andererseits erfahre ich vieles auch erst über die philatelie und nicht direkt vom BDPh.

Darüber hinaus besteht natürlich jederzeit die Möglichkeit mich anzurufen bzw. eine EMail zu schicken. Ach ja, zum Thema E-Mails: Leider hat es da mit meinem PC in der letzten Zeit Probleme gegeben. Es haben mich nachweislich einige Nachrichten nicht erreicht und wenn jemand noch auf die Beantwortung einer E-Mail warten sollte, dann bitte nochmals zu senden, ich kann jetzt wieder die Nachrichten empfangen.

Zum Thema Aktualität und Informationsfluss noch ein letztes: Am 17. Mai erreichte mich ein Protokoll über eine Bundesvorstandssitzung in dem unter der Rubrik „Nächste Veranstaltungen“ auch unsere Rang 2 in Rosenheim aufgeführt war. Diese hatte am 16. April begonnen, also gut vier Wochen früher. Sie sehen an diesem Beispiel, dass es auch dem Landesverband mit dem besten Willen oft nicht möglich ist, Sie aktuell und besser zu informieren.

Stellenleiter

Selbstverständlich geht auch in diesem Jahr mein Dank an die Stellenleiter, die wieder ausnahmslos ihre Aufgaben im Interesse und zur Zufriedenheit des Landesverbandes erfüllt haben.

Bereits erwähnt habe ich Thomas Bauer, der unseren Veranstaltungskalender in vorbildlicher Art und Weise bearbeitet und extrem zeitnah alle Ergänzungen bzw. Änderungen aufnimmt und weiter gibt. Dadurch wird auch dieser Punkt im Internet stets aktuell abgehandelt, eine Aufgabe, die die LV Aktuell eben nicht so aktuell wahrnehmen kann. Dafür herzlichen Dank, Thomas!

In diesem Zusammenhang muss noch einmal darauf hingewiesen werden dass die Gelder, die Thomas für das Ausstellungswesen praktisch mit verwaltet, nicht automatisch fließen. Wir weisen nochmals darauf hin, dass die notwendigen Unterlagen auch nach der Veranstaltung eingereicht werden müssen. Dies ist im vergangenen Jahr teilweise unterblieben. Bitte informieren Sie sich bei Herrn Bauer über den Ablauf wenn Sie dazu Fragen haben!

Dank ergeht nun an Thomas Höpfner, der erneut unermüdlich um die positive Position des LV Bayern im Ausstellungswesen gekämpft hat – und dies wieder mit hervorragendem Erfolg! Zu den Ergebnissen liegt sein Bericht vor, deshalb will ich nicht näher darauf eingehen. Nur so viel: Wir brauchen im LV Bayern den Vergleich mit anderen Landesverbänden nicht zu scheuen, im Gegenteil.

Dank - leider posthum - an unseren ehemaligen Mitarbeiter Otto Gleixner – der uns zu unserem Entsetzen so plötzlich verlassen hat - für die Führung des Archivs, an Erhard Ansorge für die Erledigung unserer Mitgliederkartei und den Versand der Urkunden, an unser Ehrenmitglied Jörg Maier für die Organisation und Durchführung der Auslandsgeschäfte, an Dr. Heiko Übler für die Wahrung unserer rechtlichen Interessen und nicht zuletzt an Wolfgang Wurmb, der zusammen mit unserem Heiko die Belange der Jugend bestens vertreten hat.

Mein besonderer Dank auch an den Sprecher der Beiräte und Präsidenten des VOB, Dieter Simon, weil dieser nicht nur seine diesbezüglichen Aufgaben wahrgenommen hat, sondern darüber hinaus auch jederzeit ansprechbar war für weitere Leistungen, die dem LV sehr nützlich waren, sei es als Koordinator bei Ausstellungen oder in der Vorbereitung diverser anderer Veranstaltungen.

Auch Roland Gleißner hat weit über seine Aufgaben als Schatzmeister hinaus wesentlich zur Harmonie im Landesverband beigetragen, wofür ich ihm persönlich und im Namen des Verbandes an dieser Stelle ganz herzlich danken möchte. Erneut hat er seine Aufgabe als Schatzmeister hervorragend bewältigt. Wir dürfen dies keinesfalls als selbstverständlich hinnehmen – wie auch das Beispiel des Rücktritts unseres BDPh-Schatzmeisters zeigt. Auf der anderen Seite habe ich ihm auch niemals irgendwelche „Hinkelsteine“ in den Weg gelegt und alle finanziellen Erfordernisse wurden mit ihm abgestimmt.

Beiräte

An dieser Stelle geht der Dank des Landesverbandes auch an alle Beiräte, die die Vereine ihrer Region tatkräftig unterstützt haben! Viele Vereine haben erkannt, dass bei den Tischrundengesprächen lokale Probleme – aber auch verbandsübergreifende – hervorragend geklärt werden können. Wo dies geschieht, können die Beiräte auch ihrer Aufgabe gerecht werden, Bindeglied zwischen Verein und Landesverband zu sein.

Leider funktioniert das nicht allerorten. Wenn z. B. ein Verein bemängelt, ich zitiere: „Es war zu unserer Veranstaltung niemand vom Landesverband da“, obwohl der Regionalbeirat anwesend war, ist das eine Verkennung der Tatsache, dass der Beirat sehr wohl einen vollwertigen Vertreter des Landesverbandes darstellt!

Meine Damen und Herren, in einem so großen Verband wie dem Landesverband Bayern ist es einfach nicht möglich – bei ca. 35 Jubiläen im Jahr, bei 18 Werbeschauen und 107 Großtauschtagen z. B. 2009 – dass immer der 1. oder der 2. Vorsitzende persönlich erscheinen, so gerne wir das auch täten um Ihre Veranstaltungen zu würdigen und wir bitten für diesen Umstand Verständnis zu haben. Ich betone nochmals: Beiräte sind bei Veranstaltungen vollwertige Vertreter der Landesverbands-Vorstandschaft!

Eine weitere – wesentliche – Aufgabe der Beiräte ist auch die Abklärung von Problemen – und das im Vorfeld der Landesverbandstage! Dies hätte bei den vergangenen Landesverbandstagen so manche Zeitersparnis gebracht.

Natürlich haben wir uns bei einer Vorstandssitzung auch über die Bereiche Gedanken gemacht, die keinen Beirat haben bzw. für die wir keinen finden können – heute werden übrigens zwei weitere Regionen hinzukommen. Wir haben uns darauf geeinigt, künftig in diesen Bereichen die Tischrundengespräche von der Vorstandschaft des LV selbst durchzuführen.

Seminare

Auch in diesem Jahr ergeht der Dank an Frau Bachhofer und Herrn von Soeren für die Planung und Durchführung ihrer Thematik-Seminare. Diese sind mittlerweile zu einer regelmäßigen und anerkannten Institution geworden, die auch über die Landesverbandsgrenzen hinaus bekannt geworden ist. Wenn ein weitgereister Teilnehmer in meiner Anwesenheit sagt, ich zitiere: „So etwas müsste es auch in unserem Verband geben“, so dürfen wir in Bayern schon berechtigterweise stolz darauf sein. Überflüssig zu sagen dass dieser Teilnehmer nicht aus dem Landesverband Südwest angereist ist, denn dieser führt – wie einige wenige Verbände – regelmäßig Seminare durch.

Ein naturgemäß weniger beachtetes bzw. bekanntes Seminar soll heute aber auch einmal etwas ausführlicher betrachtet werden: Es ist das Jurorenseminar! Seit Jahrzehnten eine ständige Einrichtung, zunächst unter der Leitung von Max Kiesel, dann von Jörg Maier fortgeführt und mittlerweile in Händen von Thomas Höpfner. Auch über eine derartige Einrichtung verfügen nicht alle Landesverbände und somit dürfen wir auch auf diese Einrichtung stolz sein.

Sinn und Zweck ist die Aus- und Fortbildung unserer Juroren, wobei auch Gäste aus den Landesverbänden Südwest, Hessen und Sachsen zu uns stoßen. Ein überaus wichtiges Seminar, das die anwesenden Juroren auf dem aktuellen Stand hält und weitgehend verhindert, dass sich Aussteller falsch beurteilt fühlen. Weitgehend – denn es bleibt trotz aller Anstrengungen ein gewisser subjektiver Spielraum, es bleibt die Ansicht mancher, dass ihr – und nur ihr – Exponat das Beste sei.

Unser Jurorenseminar trägt jedoch wesentlich dazu bei, dass die Aussteller in der Regel zufrieden sind – besonders diejenigen, die auch zum Jurygespräch kommen – und diese können auch sicher sein, dass sie eine gute Beratung finden werden.

Dank seitens des Landesverbandes in diesem Zusammenhang an alle Beteiligten!

Mitgliederwerbung

Unser ganz besonderer Dank geht hier an alle, die sich darum ernsthaft bemüht haben, und das sind erfreulich viele. Eine Aufstellung über die Sieger unseres internen Wettbewerbs haben Sie erhalten. Bedauerlicherweise reichen diese unsere Bemühungen jedoch nicht aus um die Anzahl der Rückgänge – überwiegend durch Todesfall – auszugleichen, ja geschweige denn die Mitgliederzahl zu erhöhen. Einen weiteren Rückschlag stellen die Austritte auf Grund der Beitragserhöhung dar. Diese halten sich jedoch in Grenzen und sind im Vergleich zu anderen Verbänden nicht höher.

Wir appellieren jedoch wiederum an alle Mitglieder nicht nachzulassen bei der Mitgliederwerbung. Jedes neue Mitglied stärkt unseren Verband, stärkt unsere Interessen und stärkt unseren Einfluss auf die Zukunft der Philatelie! Meines Wissens hat der Landesverband alle öffentlichen Auftritte der Vereine unterstützt. Sollte das irgendwo nicht der Fall gewesen sein, so haben Sie sich sicher bereits diesbezüglich mit Ihrem Regionalbeirat in Verbindung gesetzt um dies künftig zu verbessern.

Mitgliedsbeiträge bzw. Kassenlage

Für die eifrige Tätigkeit unseres Schatzmeisters Roland Gleißner darf ich mich auch an dieser Stelle nochmals ganz herzlich bedanken. Wir in der Vorstandschaft haben ihn erneut – so weit es uns möglich war – bei seinem Sparkurs unterstützt und das Ergebnis kann sich wie im Vorjahr sehen lassen. Die Unterlagen haben Sie bereits erhalten, ich möchte deshalb hier nicht näher darauf eingehen.

Immer wieder erstaunt nehme ich zur Kenntnis, dass es auch heute noch nicht allen Mitgliedern klar ist, dass wir in der Vorstandschaft ausschließlich ehrenamtlich tätig sind und uns außer den entstandenen Spesen nichts ersetzt wird. Dazu muss noch gesagt werden dass z. B. bei den heutigen Tankstellenpreisen die Fahrten nicht kostendeckend ausgeglichen sind. Aber das nur, weil es hier immer wieder Missverständnisse gibt, keiner in der Vorstandschaft hat sich übrigens beschwert dass er privat so einiges zuschießen muss.

Die Mitgliedsbeiträge werden also ausschließlich für Belange des LV verwendet und im bestmöglichen Sinne eingesetzt. Wie die Kassenprüfer feststellen konnten, wurden auch Sparmaßnahmen ergriffen und nicht nur davon geredet – wie in manch anderen Institutionen.

LV-aktuell

Erneut haben wir keinen ehrenamtlichen Redakteur gefunden. Darunter leidet natürlich die Qualität unseres Informationsheftes, das wollen wir nicht abstreiten. Nur: Wer hilft uns die Qualität zu steigern? Dies kann derzeit u. a. durch eine fleißige Berichterstattung über Ihre Vorhaben erfolgen. Schön sind Berichte über gelungene Veranstaltungen – vielen Dank auch dafür! – was aber meist fehlt, ist der eine oder andere Hinweis – und zwar vor der Veranstaltung. Wenn Sie sich mit dem Gedanken tragen diese – noch dazu kostenlose – Werbung künftig zu nützen, würden wir uns im Sinne der allgemeinen Informationsverbesserung sehr freuen. Allerdings sollten Sie darauf achten, dass es nicht – wie schon geschehen – zu einer Anzeige wird. Das können und dürfen wir im Interesse unserer Inserenten nicht zulassen! Aber Sie werden schon das richtige Maß finden.

Auch der eine oder andere Fachartikel würde der LV Aktuell gut stehen. Hier besteht großer Bedarf – um nicht zu sagen Nachholbedarf! Dann – und nur dann! - wenn Sie den Landesverband in dieser Richtung unterstützen, wird eine derzeit eher unregelmäßige Erscheinungsweise – für die ich mich entschuldigen möchte - in Zukunft zu vermeiden sein und auch die Qualität gesteigert werden können. Oder wir leisten uns – wie der BDPh – einen bezahlten Redakteur. Das aber würde unserer Verbandskasse gar nicht gut bekommen!

Dieses Thema abschließend darf ich unserem Thomas Bauer für seine Mitarbeit in Sachen LV Aktuell an dieser Stelle ganz herzlich danken.

Zukunftsperspektiven

Was kann der Landesverband verbessern, was können die Mitglieder verbessern? Eigentlich
unsinnig diese Trennung! Wir alle sind der Landesverband! Auf jeden einzelnen kommen Aufgaben zu, sie sind nur manchmal etwas unterschiedlicher Natur - noch nicht einmal immer - z. B. bei der Mitgliederwerbung.

Beginnen wir mit dem Archiv bzw. der Landesverbandsstelle Forschung/Literatur/Archiv. Nach dem überraschenden Tod unseres geschätzten Otto Gleixner haben wir das Problem unser Archiv irgendwo unterbringen zu müssen. Dies sehe ich zunächst unabhängig von der betreffenden Funktionärsstelle im Landesverband. Ich weiß, die Zeit riesiger Villen mit unendlich viel Platz ist vorbei. Vielleicht sehen Sie aber doch die eine oder andere Möglichkeit der Lagerung unseres Archivs. Einerseits können wir Frau Gleixner nicht zumuten ihren Platz für unser Archiv weiterhin zur Verfügung zu stellen, andererseits wäre es schade die alten Unterlagen in die Altpapiersammlung zu geben.

Die vordringliche Aufgabe unseres neuen Archivars würde ich ohnehin darin sehen, die Unterlagen auf einen erträglichen Umfang zu reduzieren. Es kann mit Sicherheit 80 Prozent des Papiermaterials nach Aufnahme auf – heutzutage – eine einzige CD entsorgt werden, ohne dass das Archiv auch nur eine einzige Zeile verliert. Die anderen 20 Prozent (die Zahlen sind natürlich nur geschätzt) könnten bzw. sollten natürlich im Original erhalten bleiben (z. B. Urkunden).

Wie gesagt: Der Sitz des Archivs muss nicht der Sitz des Archivars sein. Schön wäre dies natürlich, aber nicht Bedingung.

Angebotserweiterung Seminare

Der Landesverband hat bereits mehrfach darauf hingewiesen das bei Interesse gerne ein Programm zusammengestellt wird. Wir bitten um Themenvorschläge.

Bereits geplant ist ein Seminar „12 Blatt in einem Rahmen: Herausforderungen für Präsentation und Ausarbeitung“.

Die Arbeitsgemeinschaft Thematische Philatelie Bayern e.V. veranstaltet am Samstag, dem 16. Oktober 2010 zwischen 10.00 und 17.00 Uhr dieses Tagesseminar im „Waldschießhaus“, Spardorfer Straße 80, 91054 Erlangen.

Nach den großen Erfolgen der Vorjahre – ich erwähnte das bereits in meinen Berichten und habe mich bei meinen Besuchen auch persönlich davon überzeugt – wird dieses Seminar mit Sicherheit wieder hochattraktiv und ein Besuch wird uneingeschränkt empfohlen.

Angebotserweiterung Vorträge

Auch hier bitten wir um Anfragen bezüglich der interessierenden Themen und darüber hinaus um Angebote von Referenten aus unserem Landesverband.

Während der IBB 2011 sind für das Forum bereits vier Vorträge geplant, weitere Interessenten bzw. Referenten bitte ich, mit mir Kontakt aufzunehmen um möglichst frühzeitig der Messegesellschaft dieses Angebot unterbreiten zu können. Vorab sage ich bereits herzlichen Dank an die Referenten, die sich für die kommende IBB zur Verfügung gestellt haben. Die Weichen wurden zwar schon im Herbst 2009 gestellt, aber in diesem Jahr fand leider kein Forum statt, weil außer dem Angebot des Landesverbandes Bayern sich keine weiteren Referenten gefunden hatten.

LV Aktuell

Auf die Möglichkeit der Vorankündigung von Veranstaltungen in unserer Verbandszeitschrift habe ich bereits hingewiesen. Der Landesverband leistet gerne diesen Service, ist aber selbstverständlich auf Einsendungen der Vereine angewiesen. Gleiches gilt für das Internet.

Einsparpotentiale

Meine Frage nach Vorschlägen in der LV Aktuell zu Einsparpotentialen fand nur äußerst geringe Resonanz. Die Mitglieder sind offensichtlich mit der Finanzpolitik unseres LV einverstanden. So weit, so gut, aber ich hatte gehofft die eine oder andere Idee der Mitglieder in Erwägung ziehen zu können.

An dieser Stelle möchte ich ein Schreiben vorlesen lassen - ich bin darum gebeten worden.

Kommentar: Eigentlich hatte ich nicht mehr auf das Thema Beitragserhöhung eingehen wollen. Was die – ich wiederhole – moderate Erhöhung durch den Landesverband angeht, planen wir, dass dies im Bereich Öffentlichkeitsarbeit wieder direkt den Mitgliedern zu Gute kommen wird. Ich glaube, Sie sind mit mir einer Meinung dass der Punkt Mitgliederwerbung ein sehr wesentlicher ist und unsere Beiträge sind hier bestens aufgehoben.

Dass der BDPh die Beitragserhöhung – wie sagt man heute – schlecht verkauft hat, habe ich schon erwähnt. Wie Sie alle wissen, bin ich vom ersten Anzeichen an einer geplanten Erhöhung entschieden entgegen getreten.

Es steht mir also fern diese nun zu verteidigen. Wir müssen aber bei aller Kritik Verständnis dafür haben dass der BDPh die drastischen Zuschuss-Kürzungen der Stiftung nicht klaglos wegstecken kann. Dies ist ganz einfach Fakt!

Fakt ist auch dass ich in der JHV des BDPh in Euerem Auftrag gegen die Erhöhung gestimmt habe, ebenso wie der LV Südwest und der LV Niedersachsen. Die Entscheidung war knapp, aber die Mehrheit hat für eine Erhöhung gestimmt und wir haben uns ganz einfach diesem Mehrheitsbeschluss zu beugen. Was ich für Sie nun tun kann ist, dafür im Verwaltungsrat einzutreten dass diese Gelder sinnvoll und zielgerichtet eingesetzt
werden. Dass ich das auch tun werde ist mehr als selbstverständlich.

Wie schrieb mir ein bekannter Philatelist zu diesem Thema so schön: „Auch in der Politik müssen wir uns täglich den Mehrheitsentscheidungen fügen. Dies zu umgehen wäre nur durch Auswanderung möglich“.

Weiter zu Einsparpotenzialen:

Ein konkreter Vorschlag betraf die LV Aktuell selbst: Man möge auf zwei Ausgaben im Jahr reduzieren. Ich stelle dies gerne zur Diskussion!

Ein gewichtiges Einsparpotenzial wurde allerdings beim letzten LV-Tag abgelehnt. Dieses übertrifft sogar die Kosten für eine LV Aktuell, und das erheblich. Ich meine den damaligen Antrag auf Abhaltung der LV-Tage im zweijährigen Turnus. In anderen Landesverbänden funktioniert dieser Turnus bereits problemlos – wie mein anwesender Kollege vom Landesverband Südwest bestätigen kann.

Weitere Vorschläge gehen eigentlich an die Adresse des BDPh. Ich werde an anderer Stelle noch darauf zurück kommen.

Weiterhin werde ich darauf achten die Reisekosten so niedrig wie möglich zu halten. Manches ist allerdings nicht machbar: So werden zwar die Mitgliederzahlen geringer, nicht aber die Entfernungen oder die Fläche Bayerns! Sparen werden wir weiterhin bei Übernachtungen und günstige Unterkünfte suchen.

Vielleicht fällt Ihnen ja noch etwas zum Thema Einsparpotenziale ein! Wir sind immer darauf ansprechbar!

Internet

Hier zeichnet sich eine ehrenamtliche Lösung ab. Es gibt jedoch vorab noch einige Fragen zu klären. Ich möchte deshalb erst nach erfolgreichem Abschluss darüber berichten. Ich bin schließlich kein Politiker der viel verspricht und dann das Gegenteil macht (ich denke hier z. B. an die versprochenen Steuersenkungen der Bundesregierung).

Öffentlichkeitsarbeit

Die für die einzelnen Regionen ausgegebenen Roll Ups sind allgemein gut angekommen und werden auch fleißig eingesetzt. Die Beiräte werden gebeten diese auch künftig immer zur Verfügung zu stellen wenn sich eine entsprechende Gelegenheit bietet.

Einsparpotentiale gibt es in Bereich Öffentlichkeitsarbeit nicht. Wir haben bereits den Stellenleiter Öffentlichkeitsarbeit abgeschafft. Dies waren einerseits wirtschaftliche Gründe, andererseits bin ich der Meinung dass alle Vorstandsmitglieder Öffentlichkeitsarbeit leisten – die Beiräte übrigens auch!

Der Bereich Öffentlichkeitsarbeit wird ohnehin künftig finanziell stärker belastet werden. Ihm kommt schwerpunktmäßig die moderate Beitragserhöhung des LV zugute, d. h. wir werden, wie bereits erwähnt, den Mitgliedern ihre Beiträge auch wieder direkt zurückfließen lassen. Naturgemäß werden die aktiven Vereine davon mehr profitieren, als weniger aktive. Aber das ist in allen anderen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens nicht anders.

Dies leitet auch nahtlos über zum Thema

Zuschüsse bei Ausstellungen

Wie Sie vielleicht zwischenzeitlich erfahren haben, wurden die Zuschüsse der Stiftung an den BDPh drastisch gekürzt. Damit verringert sich auch der Zuschuss der an die Landesverbände fließt. Im Ausstellungswesen bedeutet dies für den Landesverband Bayern eine Kürzung von nicht weniger als 46 Prozent im kommenden Jahr.

Das heißt mit anderen Worten dass wir für Rang 3-Ausstellungen, Werbeschauen, Offene Klasse und 1-Rahmen Wettbewerbe im Vergleich zu den Vorjahren nur noch rund die Hälfte an Zuschüssen erwarten können.

Bitter, gerade für unseren Verband, der zusammen mit dem Landesverband Südwest in den vergangenen Jahren rund die Hälfte aller in Deutschland stattfindenden Wettbewerbs-Ausstellungen durchgeführt hat.

Im Prinzip ist es so, dass wir gerade mal zwei Rang 3-Austellungen bezuschusst bekommen und ca. 10-12 Werbeschauen. Absurd wenn gleichzeitig vom BDPh die Forderung nach eifriger Mitgliederwerbung gestellt wird. Die Ausstellungen sind nach wie vor das Schaufenster unserer Philatelie, und nun werden diese – was die finanzielle Unterstützung anbelangt - auf ein Minimum reduziert!

Brisanter Weise erfolgt dies, nachdem die Beitragserhöhung des BDPh dessen Kasse erheblich aufgebessert hat. Was viele nicht wissen ist aber, dass aus dieser Kasse, aus Ihren Mitgliedsbeiträgen, bisher ja auch kein Cent, geschweige denn ein Euro vom BDPh je für das Ausstellungswesen „geopfert“ wurde. Alles kam – und kommt weiterhin – von der Stiftung und wird lediglich weiter geleitet. Dies alles verschweigt der BDPh wohlweißlich.

Wir werden also dem entgegensteuern müssen, sowohl in finanzieller Hinsicht durch Unterstützung seitens der Landesverbandskasse, als auch sozusagen außenpolitisch durch Verhandlungen mit dem BDPh.

Beratung von Ausstellern und zwar vor und nach den Ausstellungen

Wie wir Juroren leider öfters feststellen müssen, krankt es an der Beratung von Ausstellern. Vor einiger Zeit habe ich versucht die Idee einer Kontaktaufnahme zwischen Juror und Aussteller unmittelbar vor einer Wettbewerbsausstellung überhaupt erst möglich und auch publik zu machen. Unser „Mobiler Beratungsdienst“ Dieter Simon und unser Stellenleiter für das Ausstellungswesen, Thomas Höpfner, haben mich bei dieser Aktion vorbildlich unterstützt. Allerdings wird diese Chance für und vom Aussteller leider nur sehr selten in Anspruch genommen.

Dies ist für mich absolut unverständlich, ergeben die Gespräche unmittelbar vor einer Bewertung durch die Jury doch wesentliche Hilfen für Aussteller und Juroren gleichermaßen. Ich möchte jedoch nicht ausschließen dass diese Möglichkeit immer noch viel zu wenig bekannt ist.

Oftmals liegt jedoch der Grund für eine nicht zufriedenstellende Bewertung weiter zurück, nämlich bereits in der Beratung im Verein. Nicht jeder Verein verfügt über erfahrene Aussteller die ihr Wissen weiter geben können. Hier besteht aber die Möglichkeit sich einen Juror zur Beratung hinzuzuziehen. Wenden Sie sich an Ihren Landesverband, wir werden eine Lösung finden!

Kommen wir zur Zukunftsperspektive Außenpolitik. Hier habe ich mir – zusammen mit dem Vorsitzenden des Landesverbandes Südwest, Herrn Pelant, als einen Schwerpunkt die Neugestaltung der Zeitschrift philatelie zum Ziel gesetzt. Unserer Meinung nach ist diese nämlich keine Verbandszeitschrift im ursprünglichen Sinn mehr. Zu wenig werden die Interessen der Mehrheit unserer Sammler berücksichtigt.

Erst kürzlich hatte ich wieder eine Beschwerde über die Rubrik „Veranstaltungen“. Wieder einmal wurde eine demnächst anstehende Veranstaltung nicht mehr aufgenommen – es war eben ganz einfach die dafür vorgesehene Seite bereits voll. So etwas darf nicht sein!

Das Einsparpotenzial Reduzierung der philatelie-Ausgaben auf 11 oder 10 Ausgaben im Jahr, das ich schon vor längerer Zeit im Verwaltungsrat angeregt hatte, wurde auch von Ihnen in den Zuschriften nochmals bekräftigt. Fairerweise muss ich sagen dass die Kürzung um ein Heft allerdings nicht gleichzusetzen ist mit einer Reduzierung der Kosten um ein Zwölftel. Das aber nur nebenbei.

In Wallung gebracht hat mich auch dass man allein für die Verbesserung der Papierqualität Mehrkosten in Kauf genommen hat, die in etwa 60 Prozent des Etats ausmachen, der für das gesamte Ausstellungswesen zur Verfügung steht! Ein krasses Missverhältnis in meinen Augen!

Nun, ich will hier nicht näher ins Detail gehen, möchte Ihnen aber versichern dass ich in diesen Angelegenheiten am Ball bleiben werde.

Nächster Punkt: Auf meinen Vorschlag im Verwaltungsrat hin – und das war nur einer meiner Vorschläge - als Sparmaßnahme den Philatelistentag nur noch im zweijährigen Turnus abzuhalten, kam es zum einstimmigen Beschluss aller Landesverbandsvorsitzenden, diesem meinem Antrag stattzugeben.

Wie Präsident Hartig darauf reagierte? Nun, im Bundesvorstand kam es dann sozusagen „zum Aufstand“ und Dieter Hartig soll gesagt haben, ich zitiere: „So lange ich Präsident bin, wird der Philatelistentag jährlich stattfinden“. Das heißt dass sich Herr Hartig selbst über einstimmige Beschlüsse des Verwaltungsrates hinwegsetzen möchte. Dazu kein weiterer Kommentar meinerseits!

Wie Sie zwischenzeitlich sicherlich erfahren haben, ist der Schatzmeister des BDPh
zurückgetreten. Ob das etwas mit den Spar- oder Nichtsparmaßnahmen des BDPh zu
tun hatte – nun wir werden es von Herrn Kroog aus erster Hand erfahren.

Das Thema Jugend habe ich nicht an den Schluss meiner Betrachtungen gesetzt, etwa
weil es mir weniger wichtig wäre, sondern ganz im Gegenteil um die Bedeutung dieser
Zukunftsperspektive zu unterstreichen.

Wie wir alle wissen ist das ein sehr schwieriges Thema. Es fehlt weiß Gott nicht an diversen Programmen und Angeboten, nur die Anzahl interessierter Jugendlicher geht ständig zurück. Hier ist jeder von uns gefordert. Es fehlt nicht an Unterstützungsangeboten seitens des Landesringes der Jugend, des Landesverbandes oder auch seitens des BDPh. Aber überregionale Werbemaßnahmen können wir heutzutage vergessen. Nur der persönliche Einsatz vor Ort verspricht Erfolg. Deshalb sind alle Vereinsvorsitzenden, ja alle Mitglieder gefordert.

Es gibt durchaus erfolgreiche Jugendgruppen. So konnte beim Wettbewerb um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft der Jugend in Schwerin die Gruppe aus Rosenheim den 1. Platz deutschlandweit erreichen und wir gratulieren Frau Aenne Hotter und ihren Helfern ganz herzlich zu diesem großartigen Erfolg! Darüber hinaus hat die Jugendgruppe Sulzbach-Rosenberg unter der Leitung von Herrn Dr. Heiko Übler bei dieser Meisterschaft den 2. Platz erzielt. Die Jugendarbeit in Bayern liegt also nicht so am Boden, wie manche behaupten! Doppelsieg für die bayerische Jugend – wenn das nichts ist! - Sagen Sie jetzt bloß nicht, Sie hätten das noch gar nicht gewusst!

Wenden Sie sich ganz einfach an den 1. Vorsitzenden des Landesringes Bayern, Herrn Wolfgang Wurmb, er wird Ihnen gerne den einen oder anderen Tipp zur Gründung oder Förderung einer Jugendgruppe geben können! Herr Wurmb und ich hatten vor zwei Wochen übrigens ein längeres persönliches Gespräch in Hammelburg und er wird zum Thema Jugendarbeit heute auch noch ein paar Worte an Sie richten.

Zusammenfassend darf ich Euch alle noch einmal eindringlich bitten, diesen unseren Landesverband mit allen verfügbaren Mitteln zu unterstützen. Nur wenn wir alle an einem Strang ziehen, werden wir ein starker und einflussreicher Verband bleiben.

Die Vorstandschaften des Landesverbandes und des Jugendrings werden Euch dabei gerne unterstützen.

Ich bedanke mich für Euere Aufmerksamkeit!
 

 

Alpen-Adria 2010

Ganz im Westen Ungarns liegt die Kleinstadt Sopron, nahe dem Neusiedler See und zurGrenze nach Österreich, mit einer bewegten Geschichte, die bis in die Römerzeit zurückreicht.

Vom 26. bis 28. März 2010 war es die Philatelie, die das 55.000-Seelen-Städtchen bewegte.

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Turnusgemäß veranstaltete die Alpen-Adria-Philatelie ihre Ausstellung im Rang 2 in diesem Jahr in Ungarn, und Sopron erwies sich als begeisterter Gastgeber. Zahlreiche Sponsoren und Unterstützung durch die lokale und regionale Politik ermöglichten eine  publikumswirksame Veranstaltung im Kulturzentrum mitten in der Stadt. Ein Blasorchester und eine

Sondermarken zum Tag der Briefmarke in Sopron mit Ersttagsstempel und dem Sonderstempel zur Alpen-Adria
 

historische Postkutsche lockten optisch und akustisch neugierige Passanten zur Ausstellung, die gleichzeitig zum 83. Tag der Briefmarke und der HUNFILA 2010 ausgerichtet wurde. Das Team um den Vorsitzenden

des Organisationskomitees, Dénes Czirók, leistete hervorragende Arbeit, so dass alle Teilnehmer gerne an diese Veranstaltung zurückdenken werden.

Herausragende Exponate der Teilnehmerländer sorgten dafür, dass Philatelie der Extraklasse geboten wurde. Die neun deutschen Teilnehmer konnten mit dreimal Gold, einmal Diamant (für 1-Rahmen-Exponat), viermal Vermeil und einmal Silber hochzufrieden sein – wie bei vorhergehenden Alpen-Adria-Ausstellungen auch. Den Grand-Prix der Alpen-

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Eröffnung der Alpen-Adria-Ausstellung Sandor Kurdicz (Ungarn), Jörgen Jörgensen (FEPA), Ivan Libric (Alpen-Adria, Kroation) und Dr. Tamas Fodor (Bürgermeister Sopron)
 

Adria für das Exponat, das den Gedanken der Arge Alpen-Adria am ausdrucksstärksten verwirklicht, erhielt der Italiener Luigi di Pauli mit seinem postgeschichtlichen Objekt „Postal History of Friuli 1500-1850“.

Die deutsche Abordnung mit Jörg Maier als Repräsentant, Thomas Bauer als Kommissar, sowie dem Landesverbandsvorsitzenden Ludwig Gambert mit Frau und einer Gruppe deutscher Aussteller, die die Alpen Adria Ausstellung mit einer kleinen Urlaubsreise verband, begrüßten ihre Kollegen und Freunde aus den beteiligten Regionen Österreich, Italien, Kroatien, Slowenien, der Schweiz und Gastgeber Ungarn, vertieften die Kontakte und tauschten so manche Fachinformation aus.

Die Teilnehmer lernten auf einer Altstadtführung die historischen Hintergründe von Sopron kennen, eine Busfahrt in die Umgebung führte zu einem weiteren Ort europäischer Gemeinschaft: Ein Denkmal markiert die Stelle, an der 1989 das „Paneuropäische Frühstück“ stattfand, bei dem erstmals der Eiserne Vorhang einige Stunden geöffnet wurde.

Der Präsident des Europäischen Philatelistischen Verbands FEPA, Jörgen Jörgensen, betonte in seiner Würdigung der Veranstaltung, dass das Miteinander in der Alpen-Adria- Gemeinschaft auch das hohe Ziel aller Philatelisten in seinem europäischen Verband sei.

Jörgensen nahm auch an der Generalversammlung der Alpen-Adria am Sonntag teil. Dabei stellte der amtierende Präsident Ivan Libric, Kroatien, den Austragungsort der nächsten Alpen-Adria-

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Gruppenfoto der Teilnehmer der Alpen-Adria 2010 vor dem Schloss Esterhazy in Fertöd
 

Ausstellung vor: Der Fremdenverkehrsort Opatija an der Kvarner Bucht in Kroatien lädt als Gastgeber vom 14. bis 17. April 2011 ein zum nächsten Treffen mit einer Ausstellung im Rang 1.

Auch dort werden wieder Philatelisten aus sieben Ländern der Alpen-Adria-Region zeigen, wie ein gemeinsames Hobby zu einer Menschen verbindenden, international zum Frieden wirkenden Gemeinschaft beitragen kann.

Th. Bauer

 

ArGe Thematische Philatelie Bayern e.V.

„12 Blatt in einem Rahmen: Herausforderungen für
Präsentation und Ausarbeitung“

Thematisches Seminar für Anfänger und fortgeschrittene Sammler

Die Arbeitsgemeinschaft Thematische Philatelie Bayern e.V. veranstaltet am Samstag, dem 16. Oktober 2010 zwischen 10.00 und 17.00 Uhr ein Tagesseminar im „Waldschießhaus“, Spardorfer Straße 80, 91054 Erlangen.

Hauptthema des Seminars:
„12 Blatt in einem Rahmen: Herausforderungen für Präsentation und Ausarbeitung ( Ein- und Mehrrahmenexponate)“
Referent: Prof. Dr. Damian Läge, Zürich

Es besteht die Möglichkeit, ein Mittagessen einzunehmen. Das „Waldschießhaus“ ist bekannt für seine gute Küche.

Für den Nachmittag sind drei Workshops vorgesehen:

Arbeitsgruppe A: Vertiefung des Vormittagsthemas. Leiter: D. Läge

Arbeitsgruppe B: Wie kann man Exponate verbessern? Leiter: E. Schmidt

Arbeitsgruppe C: Juroren plaudern aus dem Nähkästchen. Leiter: P. Binanzer, J. van Soeren

Das Seminar ist für alle BDPh-Mitglieder offen. Die Teilnahmegebühr beträgt für Erwachsene 20,- €, für Jugendliche ist die Teilnahme kostenfrei.

Anmeldungen an: Gertraud Bachhofer, Spittlertorgraben 29, 90429 Nürnberg,
Telefon: 0911-268164
 

 

Region München

Salon des Münchener Briefmarken-Club e.V.

In der Zeit vom 26. bis 28. November 2010 führt der Münchener Briefmarken-Club e.V. mit ca. 30 erlesenen Sammlungen seiner Mitglieder im Staatsministerium für Wirtschaft, Verkehr und Technologie, Prinzregentenstraße 28, 80 538 München, einen Salon durch. Der Schirmherr der Veranstaltung, Herr Staatsminister Zeil, hat dazu den Festsaal des Ministeriums („Ludwig Erhard - Saal“) zur Verfügung gestellt:

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Der Salon ist für das Publikum ab Freitag, 26. November 2010, 10.30 Uhr geöffnet.

Die Öffnungszeiten:

        Freitag, den 26. November 2010: 10.30 - 18.00 Uhr
        Samstag, den 27. November 2010: 9.00 - 18.00 Uhr
        Sonntag, den 28. November 2010: 9.00 - 16.00 Uhr

Es wird hiermit zum Besuch herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei. Da ein Schwerpunkt des Salons auf der Darstellung von Postgeschichte liegt, können hiervon auch historisch Interessierte Gewinn ziehen. Den ersten 100 Besuchern (nicht Mitglieder des MBC e.V. und deren Angehörige) überreichen wir gratis ein Exemplar unserer aufwendig gestalteten Festschrift zum 100-jährigen Jubiläum des Münchener Briefmarken-Club e.V. mit hochinteressanten Fachartikeln.

Der Veranstaltungsort ist mit den U-Bahnlinien U 4/5 Haltestelle Lehel, der Tramlinie 17
und der Buslinie 100 je Haltestelle Nationalmuseum/Haus der Kunst bequem zu erreichen. Parkplätze sind in der Nähe nur beschränkt verfügbar.

Dr. G. Gmach

 

Region Oberpfalz

Tolle Festtage in Cham

Die Briefmarkenfreunde Cham und Umgebung feierten ihr 55jähriges Gründungsjahr. Anlässlich dieses Festes bat der LV den Verein, die 62. Landesverbandstagung in Verbindung mit einer Briefmarkenausstellung im Rang III sowie dem Tag der Briefmarke 2010 in Bayern durchzuführen. Am Freitagabend, 28.05.2010, konnte der 1. Vorsitzende des Vereins, Hans-Joachim Deichert, ca. 100 geladene Gäste zur Ausstellungseröffnung mit anschließendem Stehempfang begrüßen. Frau Karin Bucher, Bürgermeisterin von Cham und Schirmherrin, Herr Fritz Winkelmann, stellv. Landrat, sowie Herr Ludwig Gambert lobten den

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 Verein für seine gute Vorarbeit für die Veranstaltung. Die Jury unter der Leitung von Herrn van Soeren arbeitete bis spät in die Nacht, um die Ausstellungs-Exponate zu bewerten.

Am Samstag, 29.05.2010 begrüßte H.-J. Deichert ca. 70 Personen zur Eröffnung zum Tag der Briefmarke. Nach den Grußworten von Herrn Gambert sprach der Leiter der Forschungsgemeinschaft, Herr Claus Bellgardt, zu den Anwesenden. Zur großen Überraschung aller konnte der LV-Vorstand

und Herr Bellgardt eine riesige Torte, gestaltet mit zwei Schwarzen Einsern und der Inschrift „Tag der Briefmarke und Verein der Briefmarkenfreunde Cham“ anschneiden (siehe Titelblatt).

Der Festabend mit 150 geladenen Gästen war einer der Höhepunkte der Veranstaltungen. Mit dem kalten und warmen Büfett wurden alle kulinarischen Wünsche der Gäste erfüllt. Im Anschluss des Essens gab die Jury ihr Bewertungsergebnis bekannt. Die 32 ausgestellten Exponate wurden mit 15 mal Gold-, 9 mal Vermeil-, 7 mal Silber- und 1 mal Silberbronzemedaillen ausgezeichnet. Die Jury sprach von einer sehr guten Ausstellung mit sehr hohem Niveau. Der Jury, der Ausstellungsleitung (Edina Tschernich, Reinhard Hierl), den Ausstellern, dem 1. und 2. LV-Vorstand sowie der Schirmherrin wurden

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durch H.-J. Deichert jeweils eine Urkunde und eine gläserne, verspiegelte Briefmarke (11 mal 12 cm) zum Dank überreicht.

Am Sonntag, 30. Mai 2010, fand die 62. Landesverbandstagung im Hotel am Regenbogen statt. Nach kurzen Grußworten durch den 1. Vorsitzenden des Vereins, H.-J. Deichert, und der Schirmherrin, Frau Karin Bucher (Bürgermeisterin von Cham) wurden alle Besprechungspunkte in kürzester Zeit (2 ½ Stunden) abgehandelt. Herr Walter Gabriel, Regionalbeirat Unterfranken, wurde während dieser Tagung zum Ehrenmitglied des LV-Bayern einstimmig ernannt.

Ein gut vorbereiteter Großtauschtag fand zeitgleich in der Stadthalle Cham statt. Der Saal war brechend voll und die beiden Postbeamten des EP-Teams hatten alle Hände voll zu tun, die von Manfred Dietl, Schatzmeister des Vereins, drei gezeichneten Sonderstempel auf den drei verschiedenen Festbelegen abzuschlagen.

Die mit 1000 Losen bestückte Tombola (keine Nieten – Lospreis 1 €) zur Gründung einer neuen Jugendgruppe war im Nu ausverkauft.

Die zur Veranstaltung aufgelegte Festschrift wurde von allen Besuchern als sehr schön und lesenswert eingestuft.

Nicht nur der 1. Vorstand des Landesverbandes, Herr Ludwig Gambert, sprach dem Vereinsvorsitzenden H.-J. Deichert und seiner Mannschaft ein großes Lob für die gelungene
Gestaltung und Vorbereitung der drei Tage aus.

Drei Sonderstempel hatte die Post in Cham vorbereitet (s. LV aktuell 3/306) – den Postillion zum Tag der Briefmarke, den Zeppelin über der Klosterkirche Maria Hilf zur CHAMBRIA, und

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die Wappen der kgl.-bayerischen Post und Chams zum Philatelistentag, zur persönlichen Erinnerung oder als Beitrag zur Motivsammlung gleichermaßen geeignet. Ein Stempel ließ auch die Herzen der Sammler von Fehlern auf Stempeln ein wenig höher schlagen: Im Landesverbandstag-Stempel hatte sich ein Druckfehler eingeschlichen – er war den Bay. Philatelsiten-Vereinen gewidmet.

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Nun mag sich jeder überlegen, was es mit Philatelsiten wohl auf sich haben könnte. Im Stempelentwurf war alles noch korrekt, aber die Wappen saßen den Verantwortlichen wohl noch nicht gut genug. Und dann haben sich mit den Wappen auch noch zwei Buchstaben verschoben. Na, manchen hat’s gefreut …

Th. Bauer

 

ArGe Thematische Philatelie Bayern e.V.

Philatelistisches Wochenende in Cham

Zum zweiten philatelistischen Wochenende traf sich am 29. und 30. Mai 2010 die ArGe Thematische Philatelisten Bayern mit den Arbeitsgemeinschaften Film-Kino-Fernsehen, Deutsche Geschichte und den Briefmarkenfreunden Heroldsberg.

Dieses Mal war die Stadt Cham das Ziel unserer Reise. Die über tausend Jahre alte Stadt wird auch das Tor zum Bayerischen Wald und zum Böhmerwald genannt. Sie ist damit idealer Ausgangspunkt für zahlreiche Ausflugs- und Besichtigungsmöglichkeiten. Die Altstadt ist in eine Schleife des Flusses Regen eingebettet, deshalb wird Cham auch die „Stadt am Regenbogen“ genannt. Einer der bekanntesten Bürger von Cham war Nikolaus Graf von Luckner, Marschall von Frankreich (1722 bis 1744).

Ihm wurde die „Marseillaise“, die heutige französische Nationalhymne gewidmet. Am Samstagmorgen war allgemeine Anreise und nachmittags traf man sich um 15 Uhr zu einem gemütlichen Beisammensein in der Zirbelstube des Hotels am Regenbogen (Kolpinghaus). Nahezu 20 Personen aus den einzelnen Arbeitsgemeinschaften und den Briefmarkenfreunden Heroldsberg konnte Johan B.A. van Soeren zum Tausch und Plausch begrüßen. Neuigkeiten wurden ausgetauscht und so mancher Beleg wechselte seinen Besitzer. Winfried Tschirner verwies noch auf die Exkursion in die Nymphenburger Porzellanmanufaktur im Sommer nach München. Der Nachmittag verging wie im Fluge und abends konnte man in der Stadthalle das kalt/warme Buffett genießen, sowie die Bewertungen der ausgestellten Exponate erfahren.

Am Sonntag war dann genügend Zeit zum Besuch der Ausstellung, um die bemerkenswerten thematischen Exponate anzuschauen. Überraschend war die große Vielzahl an Händlerständen. Auch hier konnte man manches Stück für die Sammlung erwerben. Das Postamt in der Stadthalle hatte gleich drei verschiedene Sonderstempel zur Auswahl. Den Chamer Briefmarkenfreunden muss man wirklich ein großes Kompliment aussprechen; sie haben eine rundum gelungene Rang-3-Ausstellung auf die Beine gestellt.

Am Sonntagnachmittag waren noch zwei Tagungen angesagt. Die ArGen „Film-Kino-Fernsehen“ und „Deutsche Geschichte“ haben ihre turnusmäßigen Jahreshauptversammlungen durchgeführt.

Kurz nach 18 Uhr ist das philatelistische Wochenende für dieses Jahr auch zu Ende gegangen.

Als Fazit kann man sagen, es war super gelungen, es hat Spaß gemacht und macht Lust auf das philatelistische Wochenende im nächsten Jahr in Pleystein.

Klaus-Peter Binanzer

 

Region Oberpfalz

Robert Snyder verstorben
 

Am 18. Februar 2010 verstarb Robert Snyder im Alter von 61 Jahren viel zu früh. Die Briefmarkenfreunde Sulzbach-Rosenberg und die Jungen Briefmarkensammler in Bayern verlieren ein fleißiges und emsiges Mitglied, Vorstandsmitglied und Mitarbeiter.

Robert „Bob“ Snyder war Jugendgruppenleiter, Jugendjuror, Fachstellenleiter im Landesring und Schriftführer sowie 2. Jugendleiter im Verein in Sulzbach-Rosenberg. Er gestaltete eine große Zahl von Sonderstempeln und Belege über Jahrzehnte. Darüber hinaus veranstaltete er Ausstellungen, Briefmarkenschauen und Großtauschtage. Bei jeglichen Veranstaltungen des örtlichen Vereins und des Landesrings brachte er seine Ideen ein, realisierte sie und war immer anwesend, wenn er gebraucht wurde.
 

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Er war kenntnisreicher Philatelist, der sein Fachwissen weitergab und den Jugendlichen die Philatelie nahe brachte und zu hervorragenden Wettbewerbsausstellern machte. Die Gruppe Sulzbach-Rosenberg unterstützte er zudem bei Teilnahmen an Wettbewerbsausstellungen sowie an den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften.

Beim letzten großen Projekt des BDPh und der DPhJ in Bayern, dem Philatelistentag 2008 in Weiden war er ebenfalls mit an vorderster Stelle tätig. Für seine jahrzehntelange Tätigkeit in der philatelistischen Jugendarbeit erhielt er die höchste Auszeichnung der Deutschen Philatelisten-Jugend e.V., die Verdienstnadel. Im Landesring Bayern war er Ehrenmitglied.

Der Verband verliert einen kompetenten Philatelisten und lieben Freund. Wir trauern mit seiner Familie.

Junge Briefmarkenfreunde Sulzbach-Rosenberg
Briefmarkenfreunde Sulzbach-Rosenberg e.V.
Junge Briefmarkensammler in Bayern e.V.
Landesverband Bayerischer Philatelisten-Vereine e.V.
Deutsche Philatelisten-Jugend e.V.
 

 

Region Oberpfalz

Amberger Altstadtfest

Inmitten eines verregneten und kühlen Juni hat’s der Wettergott gut gemeint mit den Ambergern und ihrem Altstadtfest am 12. und 13. Juni. Musiker, Sportler, Tanzbegeisterte, Kulturschaffende, Schüler, Studenten, Vereine, nicht zuletzt die Wirte, und viele ehrenamtlich

Tätige stellten zwei Tage lang ein Programm auf die Beine, das Jung und Alt, aus Amberg und von weiter her, anlockte. Natürlich fehlten auch die Philatelisten und die Post mit dem Erlebnisteam nicht.

Der Gesamtablauf des Sonntags mit der Präsentation des BSV 1904 Amberg e.V., die perfekte Stimmung und der gute Kontakt zu den Privatsammlern, nicht nur aus

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Amberg, und letztendlich auch der zählbare Erfolg für alle Seiten haben diesen Tag für mich, als durchaus aktiven Sammler, nicht als Arbeit, sondern vielmehr wie drei Tage Urlaub erleben lassen.

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Der Chef und Koordinator des Erlebnisteam Briefmarken Nürnberg, Herr Dieter Meng, der den Einsatz zum Altstadtfest persönlich absolvierte, bedankte sich bei uns für eine gute Zusammenarbeit. Aus Sicht der Post war dieser Tag äußerst erfolgreich, der Umsatz war überdurchschnittlich gut. Auch der Ablauf und die Reaktion aus der Bevölkerung haben Herrn Meng gleich nach der Veranstaltung nach einer Wiederholung im nächsten Jahr nachfragen lassen.


Werner Zylowski

 

Region Mittelbayern

Zum Jubiläum „175 Jahre Deutsche Eisenbahn“

Die Briefmarkensammler-Gemeinschaft Augsburg präsentiert zum 175-jährigen Jubiläum der Eisenbahnen in Deutschland eine exklusive Briefmarken-Werbeschau: Vom Montag, 30. August, bis Freitag, 17. September 2010, ist in der Sparda-Bank Augsburg, Prinzregentenstraße 23, nur 100 Meter vom Hauptbahnhof, zu den üblichen Öffnungszeiten die international hoch prämierte Sammlung „Die Welt auf Schienen“ in 28 Rahmen zu sehen.

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Am Donnerstag, dem 9. September 2010, ist auch das Sonderpostamt „Erlebnis Briefmarken“ vertreten.

Außerdem wird ein Schmuckumschlag mit Sonderstempel aufgelegt, zu beziehen beim Veranstaltungsleiter Günter Schneider, Badanger 20, 86157 Augsburg, 0821-526453,
gumo.schneider@t-online.de.

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Region Oberbayern-Ost

150 Jahre Eisenbahn in Traunstein
 

Am 1. August 2010 findet in Traunstein ein großes Jubiläumsfest statt. Anlass ist das Jubiläum 150 Jahre Eisenbahn Rosenheim-Salzburg. Die Eisenbahn ist nun 150 Jahre in Traunstein. Auch wird an das 175-jährige Eisenbahnjubiläum in Deutschland erinnert.

Zu diesem Jubiläumsfest wird ein Sonderstempel der Deutschen Post mit der Abbildung des Traunsteiner Viaduktes und einem Dampfzug abgegeben. Von der BSG München sind ein Plusbrief (Wertzeichen 55 C Gläserner Zug) und ein Sonderumschlag erhältlich.

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150 Jahre Bahnhof Bad Endorf

Durch den Bau der Eisenbahn Rosenheim – Salzburg wurde der Bahnhof Bad Endorf vor 150 Jahren errichtet. Dies ist Anlass zu einem großen Bahnhofsfest, das am 15. August 2010 stattfindet. Die Privatstrecke „Lokalbahn Endorf – Obing (LEO)“ wird an diesem Tag mit

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Dampfzügen betrieben. Auch hier wird an das Jubiläum „175 Jahre Eisenbahn“ erinnert. Die BSG München wird sich an diesem Fest beteiligen und hat für einen Sonderstempel gesorgt. Das Team Erlebnis Briefmarken wird anwesend sein und den Stempel mitbringen. Der Sonderstempel zeigt den Bahnhof Bad Endorf und einen Dampfzug. Von der BSG München sind ein Plusbrief (Wertzeichen 55 C SVT 175/Adler) und ein Sonderumschlag erhältlich.
 

Plusbrief oder Umschlag zu beiden Veranstaltungen können bei Hans-G. Schlicht, Baubergerstr. 26 e, 80992 München, bestellt werden.

 

Region Oberfranken-Ost

Ausstellung „Zur Postgeschichte Rosenthal(Reuß) und Blankenstein/Saale“

        im Museum der der Zellstoff- und Papierfabrik Rosenthal (ZPR)
        in 07366 Blankenstein/Saale
        Zeitraum Ende Mai bis Ende September 2010
        Geöffnet täglich 7 – 20 Uhr,
        Schlüssel beim ZPR-Pförtner
        Veranstalter Briefmarkenfreunde Naila e. V.
        Ortsgruppe Blankenstein

In Blankenstein besteht seit 1955 eine AG Philatelie, die infolge vorhandener persönlicher Kontakte im Rahmen der Wiedervereinigung Deutschlands ab 1991 dem Nailaer Verein angeschlossen werden konnte. Wie wir auch heute einschätzen, eine für beide Seiten vorteilhafte Fusion. Im Jahr 2008 feierte man 2 bedeutungsvolle Jubiläen: den 750. Jahrestag der Gemeinde und den 125. Jahrestag der Zellstoff– und Papierfabrik. Beide Ereignisse gaben den Anstoß für die Ortsgruppe, die o.g. Ausstellung zusammen zu tragen und historische Recherchen anzustellen. Die Exponate fanden großes Interesse in der Region, die Sammelaktivitäten wurden deshalb fortgesetzt, so dass die Ausstellung nunmehr in erweitertem Umfang zu sehen ist.

Für die Entwicklung des Ortes stellte die Gründung von „Wiede’s Papierfabrik Rosenthal“ 1883 durch Anton Wiede den Startpunkt für wirtschaftlichen Aufschwung und beginnenden Wohlstand dar. 1910 arbeiteten hier ca. 1000 Frauen und Männer aus der thüringer und oberfränkischen Region.

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In den ersten 3 Jahren stellten Landpostboten zu Fuß 2-mal täglich die Verbindung zum zuständigen Postamt in Lobenstein/Reuß her. Am 4.12.1886 eröffnete die Kaiserliche Reichspost in Büroräumen der WPR die

„Postagentur Rosenthal(Reuß)“ mit Fernsprechamt

Wegen der überragenden Bedeutung der Fabrik durfte im Poststempel der Fabriksname geführt werden. Das war in Deutschland eine große Seltenheit, denn üblicher Weise stand dort der Ortsname. Diese Ausnahme dauerte bis Ende 1946 an, erst 1947 erscheint der Ortsname „Blankenstein/Saale“.

Wichtige verkehrstechnische Neuerungen beschleunigten die Entwicklung von Fabrik und Gemeinde durch Inbetriebnahme der bayrischen Eisenbahnlinie Hof-Marxgrün im Jahr 1886 und der preußischen Linie Triptis-Blankenstein 1897 mit Weiterführung nach Marxgrün 1901. Im Laufe der Jahrzehnte konnte die Papiererzeugung in Menge und Qualität ständig erhöht werden, man exportierte innerhalb Europas und nach Übersee. 1945/46 erfolgte Zwangsdemontage der Papiermaschinen als Reparationsleistung in die Sowjetunion. 1946 fand in der damaligen Ostzone die Zwangsenteignung der Großgrund- und Fabriksbesitzer statt, dieses Schicksal traf auch die Familie Wiede. In den Folgejahren schafften es Belegschaft und Betriebsleitung unter schwierigsten Bedingungen, die Produktion wieder aufzunehmen und das Werk auf ein hohes technisches und betriebwirtschaftliches Niveau zu bringen. Der kanadische Konzern Mercer übernahm die Fabrik 1994 und baute sie zu einem der modernsten Zellstoffwerke Europas aus.

Die Ausstellung „Zur Postgeschichte…“ zeigt an Hand von ca. 100 Exponaten Einzelheiten des Briefverkehrs der Fabrik und von Privatpersonen aus dem Zeitraum 1881 bis 2008. Darunter befinden sich Belege aus der Kaiserzeit einschl. Feldpostkarten, aus dem Zeitraum der Inflation und des 3. Reiches, aus der auch für die Post schwierigen Nachkriegsperiode, der DDR-Zeit und der Zugehörigkeit zur Deutschen Bundespost. Für den Philatelisten interessant sind die Veränderungen des Poststempels im Zeitraum von 120 Jahren ebenso wie Bahnpostbelege der Eisenbahnstrecken Triptis-Marxgrün und Saalfeld-Marxgrün. Das gegenwärtig älteste Exponat trägt den Stempel Rosenthal (Reuß) vom 4.12.1891, also genau 5 Jahre nach Eröffnung der Postagentur. Gezeigt werden auch Beispiele über die Verwendung von Briefmarken mit Firmenlochung ab 1904 sowie den Einsatz von Maschinenstempeln seit den 1940-er Jahren. Die Ausstellung verbildlicht somit Ausschnitte aus Regional- und Postgeschichte und ergänzt zumindest teilweise das vorhandene Wissen.

Eine Bitte an die Leser von LV-Aktuell: sollten Sie über Belege zu der im Titel genannten Thematik verfügen, wären wir über Kontaktaufnahme mit unten angeführter Email-Adresse sehr dankbar.

Ansprechpartner: Hjroenitz@aol.com

 

Region Mittelfranken

Übergabe der Sonderbriefmarke „Mensch ärgere Dich nicht“

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Jörg Maier, Wilhelm Maihöfner, Renate Blank, Anneliese Hahne, Hartmut Koschyk
 

Am 19. Februar 2010 wurde durch den Staatssekretär im Finanzministerium, Hartmut Koschyk, die neue Sondermarke „Mensch ärgere Dich nicht“ präsentiert.

An der Übergabe nahmen die Enkelin des Spiele-Erfinders, Anneliese Hahne, als Vertreter der Politik Frau Renate Blank, MdB und Mitglied im Kunstbeirat, Frau Dagmar Wöhrl MdB, Frau Dr. Julia Lehner, Kulturreferentin der Stadt Nürnberg, Michael Frieser MdB und der Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg, Ulrich Maly teil. Die Philatelie war vertreten durch den Regionalbeirat Mittelfranken im LV Bayern, Jörg Maier und den 1. Vorsitzenden der Briefmarkensammler-Gemeinschaft Nürnberg in der Stiftung Bahn-Sozialwerk, Wilhelm Maihöfner.

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Region Unterfranken

130 Jahre Verein für Briefmarkenkunde Würzburg von 1880 e.V.

Der älteste Verein für Briefmarkensammler in Bayern feiert in diesem Jahr das 130. Jahr seines Bestehens und kann damit auf eine lange und erfolgreiche Zeit zurückblicken.

Eine so lange und blühende Existenz ist natürlich nur durch sehr viele engagierte Sammler und Wissensvermittler, welche den Verein über die Jahrzehnte getragen haben, erklärbar.

Dass Exponate und Wissen erfolgreich zusammengetragen wurden, lässt sich zum
Beispiel an den Ausstellungserfolgen ablesen:

  • Nürnberg IBRA „Berlin Spezial Sammlung“: Gold
  • Kirchenstaatausstellung im Ehrenhof in Neuseeland
  • Goldmedaille bei Trilaterale Würzburg für Thüringen-Sammlung
  • viele Medaillen mehr.
     

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Ein erfolgreicher Verein hat natürlich auch eine gute Führung: der langjährigste Vorsitzende war Walter Gabriel, er führte über 18 Jahre vorbildlich. Man kann ihm wohl kaum eine Briefmarke vorlegen, zu der er keine genauere Klassifizierung abgeben könnte. Unser jetziger Vorsitzender Manfred Wolfenstetter legt seinen Schwerpunkt auf die gesellschaftlichen Bereiche.
 

Der Verein besitzt vier verschiedene Bereiche: Rundesendezirkel, Neuheitenwart, Vereinsauktionen und eine große Fachbibliothek.

Der Zuspruch beim Rundesendezirkel ist hervorragend, Herr Eugen Karl betreibt diesen diffizilen und aufwändigen Dienst hervorragend.

Unser Neuheitenwart Helmut Stümmer ist immer auf dem neuesten Stand und jeden Sonderwunsch erfüllt er gerne.

Auktionator Jürgen Steiner bearbeitet immer mit großem Sachverstand die Lose unserer halbjährlichen vereinsinternen Auktion.

Ein wahrer Schatz des Vereins verbirgt sich in unserer Fachbibliothek: mehr als 500, teilweise vergriffene Fachbücher verwaltet Horst Gräb.

All diese Engagierten trifft man zusammen mit etwa vierzig weiteren Sammlern bei unseren vierzehntägigen Tausch- und Vereinstreffen.

Der Verein bietet aber auch einer breiten Öffentlichkeit die Möglichkeit Briefmarken zu erwerben, vor allem bei der jährlich stattfindenden Briefmarkenbörse:

Dieses Jahr fand im März die 30. Würzburger Briefmarkenbörse in der S.Oliver-Arena (ehemals Carl-Diem-Halle) statt. Allein 16 externe Händler, aber auch viele Vereinsmitglieder boten hier Briefmarken aus aller Welt an. Knapp 1000 Besucher interessierten sich für diese von Ernst Thiem hervorragend organisierte Veranstaltung.
 

Besondere Aufmerksamkeit fanden die ausgestellten Exponate unserer Mitglieder. Auch für Jugendliche wurde an einem eigenen Stand jugendgemäßes Sammeln dargeboten, natürlich auch mit dem Hintergedanken der Mitgliederwerbung.

Auf den Großtauschtag im kommenden Jahr sei bereits heute hingewiesen, er wird am 20. März 2011 von 9 bis 16 Uhr erneut in der S.Oliver-Arena stattfinden.
 

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Sie finden die neuesten Informationen über unseren Verein auch im Internet auf unserer Homepage: www.Briefmarkenverein-Würzburg.de.

Ein Verein wie der unsere mit immerhin 240 Mitgliedern darf aber nicht ausschließlich aus Briefmarkensammeln bestehen. Auch die Geselligkeit zum gegenseitigen Kennen lernen muss ihren Platz finden.

In Franken gehören Weinproben dazu: im vorletzten Jahr in der Landesanstalt für Weinbau in Veitshöchheim, vergangenes Jahr saßen wir bei einem Winzer in Randersacker zusammen.

Anlässlich einer Briefmarkenausstellung fuhren wir im Mai nach Coburg. Nachmittags führte uns ein Vereinsmitglied auf sehr nette und interesssante Weise durch seine ehemalige Heimatstadt.

Am 11.September, zum 111. Philatelistentag, werden wir den befreundeten Briefmarkenverein unserer Partnerstadt Suhl besuchen. Nachmittags werden wir auch dem schönen Städtchen Schmalkalden einen Besuch abstatten.

Die besondere Feier zum 130-jährigen Bestehen unseres Vereins für Briefmarkenkunde wird am 20. November 2010 bei einem besondern Festabend ab 18.00 Uhr im Bürgerspital zum Hl. Geist in Würzburg stattfinden. Wir freuen uns darauf.

Schellenberger/Seifert

 

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Einladung des Philatelisten Club Braunau-Simbach

Am Dienstag, den 28. September 2010, findet im Haus der Philatelie in 5282 Braunau-Ranshofen, Untere Hofmark 3 um 19.30 Uhr eine Vorlage von Mag. Gilbert Schmidt statt zum Thema

"Ein Streifzug durch Bosniens Postgeschichte"

 

Redaktionsschluss:

 

Heft:
3/309
1/310
2/311
3/312

Ausgabemonat:
November 2010
März 2011
Juli 2011
November 2011

Redaktionsschluss:
1. Oktober 2010
1. Februar 2011
1. Juni 2011
1. Oktober 20113